Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen
Erft zwischen Euskirchen und Swisttal - eingezwängt aber nicht ohne Entwicklungsspielraum (für den Biber).  (Justus Siebert)

Bislang (Stand: 2016) gibt es keine Biber an der Erft, spannend ist aber: nördlich angrenzend im Einzugsgebiet der Rur gibt es die derzeit größte und expandierende Population in Nordrhein-Westfalen, heißt: es ist nur eine Frage von 2-10 Jahren, bis der Biber die Wasserscheide überwunden und den Einzug ins Erfttal geschafft hat. Und dann dürfte hier ein neues naturräumliches Zeitalter eintreten. Denn anders als im eher waldbaulich geprägten oberen Rurtal, wo der Biber gerade an den zufließenden Waldbächen seine guten ökologischen Taten eher im Verborgenen vollbringen konnte, ist die Erft v.a. im Anbschnitt zwischen Euskirchen und Swisttal eingezwängt von einer bis an die Uferbereiche reichenden intensiven Landwirtschaft, die wenig Raum lässt für dynamische Landschaftsgestalter wie den Biber, der gerne mehr Freiraum hätte für kreative Ideen.

 (Geobasis NRW 2016/ LANUV)

Andererseits: der Biber an sich ist durchaus anpassungsfähig und kompromissbereit, 4 bis 10 m breite ungestörte Uferbereiche, die denen des hier bereits punktuell etablierten Nutrias ähneln, genügen ihm bereits als Existenzgrundlage, spannend ist lediglich die Frage, inwieweit ihm Handlungsspielraum gewährt wird für seine landschaftsgestalterischen Ideen.

Also: wann und wo genau der Biber an der Erft sich einfinden wird bleibt abzuwarten, passieren wird es auf jeden Fall, Konfliktpotential v.a. mit der Landwirtschaft ist zwar gegeben, aber ebenfalls abzuwarten, ob es eintrifft (der Biber an sich ist wie gesagt kompromissbereit). Der Erft und ihrem naturräumlichen Landschaftsbild kann es nur gut tun, wenn man den Biber tun lässt, was er seit Anbeginn der Zeit hier einst tat und gerne wieder tun würde. Jedenfalls sind Biber-Berater vor Ort, an die Sie sich wenden können bei Fragen, Meldung von Biberspuren oder im Konfliktfall. Wir freuen uns im jeden Fall auf eine Kontaktaufnahme Ihrerseits!   

Melden Sie Sichtungen von Bibern oder deren Spuren!

Biber-Meldung

Flussgebiete und Verbreitung in NRW

Vorkommen des Bibers

Flussgebiete, die bisher nicht vom Biber erschlossen wurden

BUND-Bestellkorb