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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Die Verbreitung des Bibers in NRW

Im Atlas der Säugetiere Nordrhein-Westfalens können Sie mit Hilfe Karten die Verbreitungen von Säugetieren in NRW nachvollziehen: Auch die des Bibers. Auf den folgenden Seiten sind die Lebensräume und möglichen Lebensräume in NRW beschrieben.

Zusammen mit der AG Säugetierkunde in NRW sammelt der BUND NRW für den Atlas der Säugetiere Fundmeldungen. Wenn Sie einen Biber oder dessen Spuren gesehen haben, können Sie diese melden, um die Verbreitungskarte aktuell zu halten.

Stand Januar 2018

Der Kernzelle der Biberpopulation in Nordrhein-Westfalen liegt in der Nordeifel entlang der Rur mit geschätzten 400 Tieren, Tendenz: weitere Ausbreitung, auch in andere Fluß-Einzugsgebiete, z.B. diejenigen der Erft und der Ahr.

Auch weiter nördlich gibt es bereits eine kleine linksrheinische Biber-Population mit 30 Tieren, an der niederrheinsichen Schwalm bzw. Niers, im Grenzgebiet zu Holland, wo es weitere Vorkommen gibt.

Im übrigen Nordrhein-Westfalen gibt es bislang nur vereinzelte, sich gerade erst im Aufbau befindliche Populationen, die hoffnungsvollste rechtsrheinische ist wohl diejenige an der Lippe, allerdings gibt es erst seit 2015 eindeutige Belege von seiner Anwesenheit dort, und ob es Einzeltiere sind oder ob es sich um eine entwicklungsfähige Population handelt, bleibt erst abzuwarten.

Spannend hingegen ist das Grenzgebiet zu Hessen, wo es v. a. im Main-Kinzig-Gebiet stark expandierende Vorkommen gibt, sodass von hier aus (Fulda/ Diemel) eine weitere Ausbreitung z.B. Richtung Lahn zu erwarten ist. Und natürlich Richtung Rhein (über die Wied/ Lahn ??), was, sobald der Biber das geschafft hat, bedeuten wird, dass er auch sämtliche nördlich davon liegende nordrhein-westfälische Rhein-Zuflüsse erreichen kann: die Ahr, Sieg, Wupper, Ruhr.

Die Mittlere Wupper hat er inzwischen erreicht, Ostern 2017 wurde in den Medien ausführlich (und positiv!) über ein entdecktes Vorkommen bei Radevormwald berichtet. In der Städteregion Aachen ist er inzwischen auch fast flächendeckend vertreten, seit 2009 gibt es dort Nachweise, in den Fluss- bzw. Bachsystemen von Wurm, Inde und oberem Wildbach (Laurensberg-Seffent), Tendenz hier: weitere Ausbreitung.

Bislang gibt es nur Vermutungen darüber, wann und von wohin sich der Biber in NRW ausbreiten wird, klar ist jedoch, es wird passieren, nicht irgendwann sondern in den nächsten zwei bis zehn Jahren (Stand: 2018). Und das ist gut so, denn wir brauchen ihn dringend, sein 30-jähriges Wirken in der Rur-Eifel zeigt uns erst jetzt allmählich, wie langweilig und eintönig unsere Natur doch eigentlich ist, verglichen mit dem Artenreichtum einer von Bibern mitgestalteten Landschaft.

Deshalb: Willkommen in NRW, Biber!  

Bilder

Intro: Leopold Kanzler

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Biber-Meldung

Flussgebiete und Verbreitung in NRW

Vorkommen des Bibers

Flussgebiete, die bisher nicht vom Biber erschlossen wurden

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