Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Braunkohlentagebau Hambach

Das "größte Loch Europas" ist seit vier Jahrzehnten umstritten. Genauso lange kämpft der BUND gegen diesen Braunkohlentagebau und für die Rettung des einzigartigen Hambacher Waldes. Mittlerweile ist der "Hambi" bundesweit zum Symbol einer verfehlten Energiepolitik geworden.

Im Jahre 1978 wurde mit dem Aufschluss des Braunkohlentagebaus Hambach in der Niederrheinischen Bucht bei Köln begonnen. Seitdem entsteht zwischen Bergheim und Jülich das “größte Loch Europas”: Auf einer Fläche von bis zu 85 Quadratkilometern sollen die Bagger in Tiefen von über 450 Metern vordringen, um die Kohle zu fördern. 

Die RWE Power AG plant in Hambach den Abbau von insgesamt 2,4 Milliarden Tonnen Braunkohle bis etwa zum Jahr 2040. Etwa 1,3 Milliarden Tonnen davon sind heute (Stand: 2018) noch übrig. Um die maximal 70 m-mächtigen Kohle-Flöze zu erschließen, müssen insgesamt 15,4 Mrd. t Abraum (Kies, Sand, Ton) entfernt werden. Die Förderung lag 2017 bei 39,7 Mio. t/a, womit dieser Tagebau der größte des Rheinlandes ist. 

Bis Ende 2015 wurden etwa 5.784 Hektar Landschaft in Anspruch genommen; die reine Betriebsfläche lag Anfang 2016 bei 4.300 ha. 1.484 ha wurden bis Ende 2015 wieder nutzbar gemacht.

Etwa zwei Drittel der in Hambach geförderten Kohle wird über die so gen. Hambach-Bahn zu  den Kraftwerken Neurath und Niederaußem transportiert und dort zu Strom umgewandelt. Ein Drittel geht in die RWE-Fabriken an und auf der Ville und wird dort z.B. zu Braunkohle-Briketts verarbeitet.

Für den Tagebau sollen bis 2040 insgesamt etwa 5.200 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden. 

Seit Ende der 1970er Jahre kämpfen die damalige "Hambach Gruppe" und später auch der BUND gegen den Tagebau. Der BUND führte bislang Klagen gegen die Zulassung des 2. Rahmenbetriebsplanes, gegen die tagebaubedingte Verlegung der Autobahn A 4 und gegen die Hauptbetriebsplanzulassung 2011-2014. Derzeit ist eine weitere Klage gegen die Zulassung des 3. Rahmenbetriebsplans und den aktuellen Hauptbetriebsplan anhängig. Im Dezember 2015 hat RWE Power zudem die Zwangsenteignung eines BUND-Grundstücks im Tagebau beantragt.

Aktiv werden

BUND-Bestellkorb