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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

BUND-Protest zur Uniper-Hauptversammlung: "Datteln 4 stoppen!"

20. Mai 2020 | Energiewende, Klima & Energie, Klimawandel, Kohle, Kohlekraftwerk Datteln

BUND und Fridays for Future demonstrieren vor Uniper-Zentrale in Düsseldorf

BUND-Aktion vor der Uniper Zentrale in Düsseldorf. [Foto: Jörg Farys/dieprojektoren]

Anlässlich der Uniper-Hauptversammlung protestieren zur Stunde Aktive des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor der Konzernzentrale in Düsseldorf gegen die geplante Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln 4.

„Wir lassen nicht zu, dass Uniper diesen Kraftwerksschwarzbau und Klimakiller heimlich, still und leise ans Netz bringt“, sagt Dirk Jansen, NRW-Geschäftsleiter des BUND. „Die Klimakrise macht keine Pause und wir appellieren heute an Vorstand und Aufsichtsrat von Uniper, den Empfehlungen der Kohle-Kommission zu folgen und Datteln 4 zu stoppen.“ Im Gepäck hat der BUND heute mehr als 3.300 persönliche Botschaften an Uniper. Diese projizieren die Umweltschützer auf einen Großbildschirm und überbringen sie auch den Uniper-Verantwortlichen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Zahl der Teilnehmenden an der Aktion begrenzt, die Schutzvorschriften werden eingehalten, ein Protestzug findet nicht statt. Mit dem BUND demonstrieren heute auch Aktive der Bewegung Fridays for Future.

Wegen der Coronakrise werden kritische Aktionäre und Umweltverbände aktuell daran gehindert, ihre Kritik an der Konzernpolitik wie üblich direkt an Vorstand und Aufsichtsrat heran zu tragen. „Dabei kündigen immer mehr Investoren dem finnischen Uniper-Eigner Fortum wegen der Kohlepolitik des Konzerns die Gefolgschaft und fordern vom Mehrheitsaktionär Finnland ein Abschalten von Datteln 4“,  betonte der stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Thomas Krämerkämper. Zuletzt hatte im März eine Gruppe von acht Vermögensverwaltern in einem offenen Brief den Ausstieg aus Datteln 4 gefordert. Darunter Europas größter Vermögensverwalter, die Amundi mit 1,7 Billionen Euro verwaltetem Vermögen. Eine der führenden Schweizer Privatbanken, die Pictet mit einem verwalteten Vermögen von knapp 500 Milliarden Euro, hat sich bereits zu Ende 2019 aus Fortum und Uniper zurückgezogen, nachdem das Management auf die Kritik an der fortgesetzten Kohleverstromung nicht hören wollte.  „Geht Datteln 4 ans Netz und läuft der Kohlemeiler wie von Uniper geplant bis 2038, sind damit trotz Abschaltens aller anderen Uniper-Kohlekraftwerke CO2-Mehremissionen von mindestens 40 Millionen Tonnen verbunden. Wir fordern Uniper auf, sich unverzüglich mit der Bundesrepublik Deutschland und den beiden ausstiegswilligen Großkunden Deutsche Bahn und RWE über eine sofortige Stilllegung des Kraftwerks Datteln 4 zu einigen“, so Krämerkämper.

Für den BUND bleibt Datteln 4 eine „einzige Provokation“ für die Anwohner*innen und all die engagierten Menschen, die sich für den Klimaschutz und die Energiewende einsetzen. Das Kraftwerk schädigt mit seinen Schadstoffeinträgen verschiedene europäische Schutzgebiete, es befindet sich weniger als 450 Meter entfernt von einem reinen Wohngebiet und innerhalb eines 1.000-Meter-Radius zu einem Kinderkrankenhaus. Mehrere gewonnene Prozesse zeigen, dass das Kraftwerk dort nie hätte gebaut werden dürfen. Und mit drei noch anhängigen Klagen des BUND schwebt das Damoklesschwert des Abrisses und Rückbaus über dem Kraftwerk.

 

Fotos der Aktion finden Sie im Laufe des Vormittags zur freien Verwendung unter: cloud.bund.net/index.php/s/QdLttCnMTsirroP. Bitte geben Sie als Bildnachweis "BUND/Jörg Farys" an.

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Von 9:30 Uhr bis 10.30 können Sie die Aktion in einem Livestream verfolgen: http://fb.com/bund.bundesverband/live

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