BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Mahnwache gegen Datteln 4

23. April 2020 | Energiewende, Klima & Energie, Kohle, Kohlekraftwerk Datteln, Klimawandel

Infektionsschutzgerechter Protest gegen neues Kohlekraftwerk

Mit Mnd-/Nasenschutz und Mindestabstand: Mahnwache gegen Datteln 4. [Foto: Dario Deilmann]

Anlässlich der heute in Helsinki stattfindenden Hauptversammlung des finnischen Uniper-Mehrheitseigners Fortum hat der BUND in Datteln mit einer Mahnwache gegen die geplante Inbetriebnahme des neuen Kohlemeilers protestiert. Die Teilnehmenden stehen stellvertretend für die etwa 28.000 Menschen, die bislang unseren Appell an die finnische Ministerpräsidentin unterschrieben haben.

"Uns ist bewusst, dass auch wir Klimaschützer*innen in Coronazeiten eine besondere Verantwortung zum Schutz unserer Mitmenschen tragen. Der kommen wir natürlich nach. Aber auch der Klimawandel ist eine existenzielle Bedrohung. Der Protest muss deshalb auch weiterhin auf der Straße möglich sein", sagte der BUND NRW-Geschäftsleiter Dirk Jansen. Der BUND hatte deshalb bei der Stadt Datteln eine Ausnahmegenehmigung gemäß § 11 Abs. 3 Corona-Schutz-Verordnung beantragt, die eine zeitlich beschränkte Mahnwache von maximal 20 Teilnehmer*innen, einen jeweiligen Mindestabstand von 2 Metern und weitere Infektionsschutzmaßnahmen vorsah. Eine Teilnahme war nur auf persönliche Einladung möglich. Der Bürgermeister der Stadt Datteln hat die entsprechende Ausnahmegenehmigung erteilt; eine Versammlungsbestätigung der Polizeibehörde lag ebenfalls vor.

"Datteln 4 würde bei einer Inbetriebnahme zu Netto-Mehremissionen von 40 Millionen Tonnen CO2 führen und über den Austrag weiterer Schadstoffe die Menschen in der Region und die umliegenden FFH-Schutzgebiete nachhaltig schädigen", so der stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Thomas Krämerkämper. "Deshalb lautet unsere heutige Botschaft an Fortum und die finnische Regierung: Stoppen Sie Datteln 4."

Bilder von der Mahnwache

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