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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf: Mehr Platz für umweltfreundliche Verkehrsträger

10. Januar 2019 | Mobilität, Saubere Luft

Erfolgreiche BUND-Intervention / Umweltspuren und "Protected Bike Lane" kommen

Aktion auf der Düsseldorfer Corneliusstraße. [Foto: R. Lang]

Der Entwurf des Luftreinhalteplans Düsseldorf wird nachgebessert. Nach einer Intervention des BUND bei Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser hat gestern der Verkehrsausschuss der Landeshauptstadt die Einführung verschiedener Umweltspuren sowie einer geschützten Fahrradspur beschlossen. Der Luftreinhalteplan wird nach BUND-Informationen entsprechend ergänzt. Er soll am 1. Februar in Kraft treten.

Im Rahmen der Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Düsseldorf hatte der BUND schon frühzeitig auch die Einführung von Umwelt- und Fahrradspuren gefordert. Solche Spuren sind allein umweltfreundlichen Verkehrsträgern wie Fahrrädern und Bussen vorbehalten. Auch Taxis, E-Fahrzeuge und PKW mit mindestens drei Insassen dürfen diese Spuren nutzen. 

Auch das von BUND, ADFC und VCD getragene Aktionsbündnis "Saubere Luft für Düsseldorf - Verkehrswende jetzt!" hatte sich für die Schaffung solcher Spuren eingesetzt. 250 Radler*innen demonstrierten Ende August auf der Corneliusstraße dafür.

Offenbar wegen des heftigen Widerstands der Autolobby tauchte der BUND-Vorschlag für die Schaffung von Umwelt- und Fahrradspuren jedoch nicht im Entwurf des Luftreinhalteplans auf. Das gleiche Schicksal erlitten andere BUND-Vorschläge wie die Prüfung der Einführung einer City-Maut, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit oder eine restriktive Parkraumbewirtschaftung. Auch weitere Vorschläge zur Attraktivierung des ÖPNV wie die Prüfung eines Gratis-Tickets wurden verworfen. Gleiches gilt für Vorschläge wie die Kopplung von Taxi-Lizenzen an Anforderungen an die Flottenmodernisierung (emissionsfreie Taxis) oder die Prüfung und Umsetzung von Logistikkonzepten, die Fahrten in die Innenstadt bündeln und möglichst leise und emissionsfrei durchführen. 

Daraufhin intervenierte der BUND bei Umweltministerin Heinen-Esser. Offenbar mit Erfolg.

Mit der gestern beschlossenen Einführung von zwei Umweltspuren auf der Merowingerstraße sowie der Prinz-Georg-Straße, der Prüfung einer weiteren, die u.a. auch die Corneliusstraße umfassen soll, sowie der Schaffung einer Protected Bike Lane auf der Kleverstraße macht die Stadt Düsseldorf einen wichtigen Schritt zur Stärkung des umweltfreundlichen Verkehrs. Dass es dabei nicht belassen werden darf, ist klar. Im Rahmen eines Gesamtkonzepts für umweltfreundliche Mobilität muss jetzt natürlich vor allem auch das ÖPNV-Angebot gestärkt werden, um den Auto-Pendler*innen den Umstieg zu erleichtern.

Fahrverbote werden mit diesen Maßnahmen allerdings nur schwerlich zu verhindern sein. Letztendlich kommen die Maßnahmen viel zu spät.

 

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