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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Bewusst einkaufen - Lebensmittel ohne Gentechnik

Gentechnisch veränderte Lebensmittel erkennt man nicht mit bloßem Auge. Verbraucher*innen müssen also genau hinschauen - oder bewusst Produkte kaufen, bei deren Erzeugung gentechnisch verändertes Saatgut und Futtermittel ohnehin ausgeschlossen sind. Dieses gilt für Erzeugnisse des Ökolanbaus, aber auch für ausgewählte Qualitätsprogramme wie Neuland. Für alle anderen Produkte gilt: Augen auf!

Kennzeichnung: Mit Gentechnik

Seit April 2004 regelt das EU-Recht verbindlich für alle Mitgliedstaaten, dass Lebens- und Futtermittel mit Gentech-Anteilen über 0,9 Prozent auf der Zutatenliste als "genetisch verändert" ausgewiesen werden müssen.

Unterhalb von 0,9 Prozent sind Produkte nur dann von der Kennzeichnungspflicht aus­­ge­nommen, wenn ihre Hersteller nachweisen können, dass die gentechnische Verunreinigung "zufällig" und "technisch unvermeidbar" war.

  • Die Kennzeichnungspflicht greift auch in Kantinen und Gaststätten.
  • Die Kennzeichnung gilt genauso für unverpackte Lebensmittel.

Bisher sind in der EU fast keine gekennzeichneten Lebensmittel auf dem Markt. Der Grund: Lebensmittelindustrie und -handel respektieren, dass Verbraucher*innen keine Gentechnik im Essen wollen.


Kennzeichnung "Ohne Gentechnik"

Das EU-Recht weist eine Kennzeichnungslücke auf: Während gentechnisch veränderte pflanzliche Lebensmittel(zutaten) gekennzeichnet werden müssen, sind z.B. Milch, Eier und Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch verändertem Futter gemästet wurden, nicht kennzeichnungspflichtig.

Verbraucher*innen tappen also bei vielen konventionell erzeugten tierischen Produkten in Sachen "Gentechnikfreiheit" im Dunkeln. Während Futtermittel, die GVO erhalten, zu deklarieren sind und die Landwirte selbst wissen, was verfüttert wird, erhalten Verbraucher*innen diese Information nicht. Diese Lücke schließt die deutsche "Ohne Gentechnik"-Verordnung.

Seit dem 1. Mai 2008 können Lebensmittel­her­steller*innen ihre Produkte mit dem Hinweis "Ohne Gentechnik" versehen, sofern die Tiere den größten Teil ihres Lebens keine Gentech-Pflanzen im Trog hatten. Verbraucher*innen können somit mit ihrer Kaufentscheidung zu beeinflussen, ob gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden oder nicht. Der BUND ruft dazu auf: Nutzen Sie aktiv diese Möglichkeit und zeigen Sie dem Handel und der Landwirtschaft, welche Produkte Sie möchten - und welche nicht!

Die Kennzeichnung ist freiwillig. Inzwischen nutzen immer mehr Hersteller konventioneller tierischer Produkte das Siegel, so etwa Rewe, Edeka, Real und Lidl für ihre Eigenmarken.

Mehr Informationen beim Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V.

 

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