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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Anbau und Freisetzung von GVO in Deutschland und der EU

In Deutschland findet seit 2012 kein kommerzieller Anbau von Gentech-Pflanzen statt, Freisetzungen gibt es seit 2013 nicht mehr. Auch die Äcker der anderen EU-Mitgliedsstaaten sind bisher weitgehend frei von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Die Bäuerinnen und Bauern in Deutschland bewirtschaften ihre Äcker gentechnikfrei.

Der Anbau des in der EU 1998 zugelassenen Gentechnik-Mais MON 810 wurde in Deutschland wegen zu großer Risiken für die Umwelt im Jahr 2009 verboten. Acht weitere EU-Mitgliedstaaten verhängten ebenfalls ein Anbauverbot. Die letzten Freisetzungsversuche in Deutschland fanden im Jahr 2012 mit Gentech-Kartoffeln (0,3 ha) und Gentech-Zuckerrüben (0,5 ha) statt .

Ähnlich sieht es in Europa aus. Der gentechnisch veränderte Mais MON810 wurde im Jahr 2015 auf 116.870 Hektar kommerziell angebaut. Das entspricht 0,07 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche und 0,12 Prozent der Ackerfläche in der EU. Der Hauptanteil des Gentech-Maises (92 Prozent) wächst mit 107.749 Hektar auf spanischen Äckern. Dort steht der Gentech-Mais auf einem Drittel der Maisanbauflächen.


Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU zwischen 2008 und 2015 (in ha)

  Deutschl. Tschechien Spanien Polen Portugal Rumänien Slowakei Schweden insg.
2008 3.173 8.380 79.269 3.000 4.856 6.130 1.931 - 106.739
2009 - 6.480 76.057 3.000 5.202 3.244 875 - 94.858
2010 15* 4.830 67.726 3.000 4.869 823 1.248 103* 82.614
2011 2* 5.090 97.346 3.000 7.723 588 760 16* 114.525
2012 - 3.052 116.306 3.000 9.278 189 216 - 132.041
2013 - 2.560 136.962 - 8.171 835 100 - 148.628
2014 - 1.754 131.537 - 8.542 770,7 411 - 143.015
2015 - 997 107.749 - 8.017 2,5 104 - 116.870

*Anbau der Amflora-Kartoffel
Quellen: ISAAA, Landwirtschaftsministerium Spanien, USDA FAS, Inf’OGM, Friends of the Earth Europe
 

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