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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Klimastreik 20.09.2019

Mehr als 1 Million Menschen sind allein in Deutschland zusammen mit "Fridays for Future" beim globalen Klimastreik am 20. September auf die Straße gegangen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Ihre Forderung: eine Wende hin zu einer energischen Klimapolitik. Doch das gleichzeitig beschlossene Klimapaket der Bundesregierung versagt leider völlig dabei, eine Antwort auf die Klimakrise zu finden.

Echter Klimaschutz statt GroKo-Pillepalle. Klare Botschaft des BUND. [Foto: Dirk Jansen]

Noch nie sind in Deutschland so viele Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen als am 20. September 2019 - auch in Nordrhein-Westfalen. Es war gigantisch: 70.000 in Köln, 20.000 in Düsseldorf, 15.000 in Bonn, 25.000 in Münster und 12.000 in Bielefeld. Auch in vielen anderen NRW-Städten bekamen die "Fridays for Future" weit mehr Zulauf als erhofft.

Umso enttäuschender fiel hingegen das Klimapaket der Bundesregierung aus. "Die Große Koalition ist an ihren eigenen Zielen gescheitert. Das ist eine bittere Nachricht für das Klima und für alle Klimaschützerinnen und Klimaschützer, die heute die Straßen geflutet haben. Die Bundesregierung liefert keinen großen Wurf und keine Antwort auf die Klimakrise. Nach einer Dekade, in der die Emissionen in Deutschland kaum gesunken sind, nach Monaten des politischen Ringens, liefert sie ein Stückwerk aus halbgaren Maßnahmen, Ankündigungen und Absichtserklärungen. Die Union ist hauptverantwortlich für den fehlenden Ehrgeiz, aber auch die SPD hatte offenbar nicht die Kraft, ihre Positionen durchzusetzen. Dieses schwache Klimapaket dokumentiert das Versagen vor der Herausforderung der Klimakrise und den Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen", kommentierte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger die Beschlüsse.

Das mögliche Klimaschutzgesetz kann dabei über die Defizite in allen anderen Bereichen nicht hinwegtäuschen. Der CO2-Preis ist viel zu niedrig, seine Einführung wird durch ein Handelssystem unnötig verkompliziert. Selbst bei der Energiewende ging es der Union offenbar hauptsächlich darum, mit pauschalen Abstandsregelungen für Windräder weiter Sand ins Getriebe zu werfen. Auf das Kohleausstiegsgesetz will man sich jetzt erst bis November einigen. Auch hier blockiert die Union.

Auch die Verkehrspolitik bleibt mangelhaft. Gerade im Verkehrsbereich wäre ein wirksamer CO2-Preis notwendig gewesen. Die Regierung setzt weiter auf den Verbrennungsmotor und scheut vor einer ernsten Verkehrswende zurück.Und welchen Beitrag ausgerechnet die Erhöhung der Entfernungspauschale auf 35 cent/km für den Klimaschutz leisten könnte, erschließt sich niemandem.

... ausführliche Analyse des "Klimapäckchens"

Klimastreik mit "Fridays fore Future" in Düsseldorf

Zusammen mit "Fridays for Future" auf die Straßen: Landauf landab unterstützten viele BUND-Gruppen den Klimastreik. Allein in Düsseldorf fluteten etwa 20.000 Menschen die Stadt und die Wiese vor dem Landtag.

[Fotos: Dirk Jansen]

Großes Bündnis mobilisiert für Klimastreik von Fridays for Future

Am 20. September gehen alle gemeinsam auf die Straße für echten Klimaschutz

Rückenwind für den Klimastreik: Nun schließen sich auch die Erwachsenen an. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis hat der Fridays-For-Future-Bewegung Unterstützung für den Klimastreik am Freitag, 20. September, zugesichert. Dann wollen weltweit Menschen für einen gerechten und wirksamen Klimaschutz auf die Straßen gehen. Allein bundesweit sind hunderte Klimastreik-Demonstrationen geplant, täglich kommen weitere hinzu.

„Als breites zivilgesellschaftliches Bündnis rufen wir alle auf, am 20. September gemeinsam mit Fridays For Future auf die Straße zu gehen. Gemeinsam fordern wir: Klimaschutz jetzt!“, hieß es aus dem Bündnis. „Schließen Sie sich den Demonstrationen von Fridays For Future in Ihrer Nähe an und unterstützen Sie die jungen Menschen bei ihrem Protest für eine Zukunft ohne Klimakrise. Denn ihre Warnungen und Forderungen sind berechtigt. Wenn Jung und Alt jetzt zusammenstehen, können wir die Regierung zum Handeln treiben.“

Im Bündnis engagieren sich Umwelt-, Wohlfahrts-, Kultur- und Entwicklungsverbände, Kirchen, Klimaschutzinitiativen, Vereine und soziale Bewegungen. Auch Unternehmen und Gewerkschaften mobilisieren zur Teilnahme.

Fridays For Future hatte alle Menschen zu einem weltweiten Klimastreik aufgerufen: „Viele Erwachsene haben noch nicht verstanden, dass wir jungen Leute die Klimakrise nicht alleine aufhalten können. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Menschheit.“

Am Tag des Klimastreiks will das Klimakabinett der Bundesregierung über die nächsten Schritte in der Klimapolitik entscheiden. Mit den Beschlüssen reist Bundeskanzlerin Merkel wenige Tage später zum UN-Sondergipfel nach New York, um sie der internationalen Gemeinschaft vorzustellen.

Das Bündnis kritisiert: „Bisher hat die Bundesregierung versagt und liefert statt einer ambitionierten Klimaschutzpolitik nur Worte, denen keine Taten folgen.“ Tatsächlich sinken die atmosphärischen Treibhausgas-Konzentrationen nicht, sondern steigen. Wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, droht eine Klimakatastrophe, die nicht mehr aufzuhalten ist.

 

Weitere Informationen­­­: www.klima-streik.org 
#Klimastreik #AlleFürsKlima

Im Koordinierungskreis des Bündnisses engagieren sich:
350.org, Avaaz, BUND, Campact, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland, NABU, NaturFreunde Deutschlands, Together for Future, Umweltinstitut München, WWF sowie die Kinder- und Jugendorganisationen Naturschutzjugend, Naturfreundejugend, BUNDjugend und WWF Jugend.

Eine Liste der mehr als 100 unterstützenden Organisationen finden Sie auf:
www.klima-streik.org/buendnis

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