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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Landtag stimmt für gentechnikfreie Äcker

19. Januar 2011 | Landwirtschaft, Pestizide

BUND begrüßt Landtagsvotum: Hervorragendes Signal an die NRW-Landwirtschaft

 (BUND Borken)

Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt den heutigen Beschluss des Landtages für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und den klaren Appell an die Landesregierung, sich auf allen Ebenen aktiv für einen gentechnikfreien Anbau und Lebensmittel ohne Gentechnik einzusetzen. „Dies ist ein guter Tag für die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen und die übergroße Mehrheit der Verbraucher, die Gentechnik auf den Äckern und im Essen ablehnt“, so Friedrich Ostendorff, Agrarexperte im BUND-Landesvorstand. Das Parlament hat heute auf Antrag von SPD und Grünen und mit Unterstützung der Linken die Landesregierung aufgefordert, auf landeseigenen Flächen jeglichen Anbau genmanipulierter Pflanzen auszuschließen, sich für ein striktes Reinheitsgebot bei Saatgut einzusetzen sowie dem Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen beizutreten. Nach Thüringen ist NRW damit das zweite Bundesland, das diesen Schritt geht.

                                                

„Unser jahrelanger, beharrlicher und gemeinsamer Einsatz von Bauern, Umwelt- und Verbraucherschützern, Imkern, Lebensmittelherstellern und vielen Menschen in Initiativen und Parteien für eine gentechnikfreie Landwirtschaft trägt Früchte. Wir haben einen wichtigen Etappensieg erreicht“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. Bereits in den letzten Jahren haben 25 Städte und Gemeinden in NRW einen Gentech-Anbauverzicht auf eigenen Flächen beschlossen, ebenso alle Landeskirchen. NRW-weit gründeten Bauern bislang 22 gentechnikfreie Regionen, bundesweit sind es mehr als 200. „All sie erhalten nun viel Rückenwind“, so der BUND. Der Beschluss habe auch Signalwirkung für andere Bundesländer.

 

Der BUND unterstützt ausdrücklich das Ziel, den gentechnikfreien Anbau in NRW „als Qualitätsmarke“ auszubauen und ruft den Westfälisch–Lippischen und den Rheinischen Landwirtschaftsverband auf, dieses im Sinne der heimischen Bauern aktiv zu unterstützen.

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