Rückenwind für Windenergie in NRW

05. April 2011 | Klima & Energie, Windenergie

Landtagsanhörung zum Windenergie-Erlass / Umweltverbände für naturverträglichen Ausbau /Opposition soll Verweigerungshaltung aufgeben

Die NRW-Landesverbände des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordern das schnelle in Kraft setzen des neuen Windenergie-Erlasses. Anlässlich der morgigen Landtagsanhörung forderten sie alle Landtags-Fraktionen auf, den Weg für den naturverträglichen Ausbau der Windenergie freizumachen. Durch den geplanten Wegfall der Höhenbegrenzungen für Windenergieanlagen und durch die flexiblen Abstandsregelungen erhalte die Windkraft kräftigen Rückenwind, ohne dass immissionsschutzrechtliche oder naturschutzfachliche Standards aufgegeben würden. Auch die Eröffnung der Möglichkeit zum Bau von Windenergieanlagen in intensiv genutzten Nadelwaldforsten sei aus Naturschutzperspektive akzeptabel. Unverzichtbar sei allerdings eine regionalplanerische Steuerung der Ausweisung von Windkraft-Vorranggebieten. Anlass der Landtagsanhörung ist ein Antrag der FDP, in dem die Landesregierung zum Verzicht auf die Novellierung des Windenergieerlasses aufgefordert wird.

 

BUND und NABU kritisierten die „rein ideologisch motivierte Verweigerungshaltung“ von Teilen der Opposition. Vor allem die FDP versuche mit überzeichneten Horrorszenarien vor Ort Stimmung gegen die Windenergie zu machen und scheue nicht davor zurück, selbst den vermeintlichen Natur- und Landschaftsschutz zu instrumentalisieren. Damit verliere die FDP den letzten Rest an Glaubwürdigkeit.

 

Als „ bittere Lehre“ aus der Reaktorkatastrophe von Fukushima forderten die Umweltverbände ferner die zügige Verabschiedung eines Landesklimaschutzgesetzes. Wer jetzt noch immer auf die Risikotechnologien Kohle und Atom setze anstatt den Weg des Energiesparens und der Erneuerbaren Energien zu gehen, habe die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt.

 

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