Was kommt, wenn die Bagger stillgelegt werden? [Foto: Dirk Jansen]
„Der Strukturwandel im Rheinischen Revier braucht eine stärkere Einbeziehung der Zivilgesellschaft, um zu gelingen“, mit dieser Forderung lädt das Netzwerk „Revier WIRd Region“ zur 7. Entwicklungskonferenz „Vom Braunkohlenrevier zu einer lebenswerten Region - eine Zwischenbilanz“ nach Erkelenz ein. Fünf Jahre vor dem geplanten Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung will das Netzwerk aus Gewerkschaft, Umweltverbänden und kirchlichen Gruppen eine Bestandsaufnahme vornehmen und gemeinsame Perspektiven für die Zukunft entwickeln. Die Konferenz findet am Freitag, den 12. September 2025, von 13:00 bis 17:30 Uhr im Ev. Martin-Luther-Gemeindehaus Erkelenz (Mühlenstraße 4–8, 41812 Erkelenz) statt.
Das Netzwerk „Revier WIRd Region“ freut sich auf interessante Gäste aus Verbänden, Institutionen, Wissenschaft und Politik. Zur Frage „Wie gelingt der Wandel vom Braunkohlerevier zu einer lebenswerten, klimaneutralen Modellregion“ wird auch die NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur Rede und Antwort stehen.
Für das Netzwerk steht fest, dass der Strukturwandel im Rheinischen Revier unumkehrbar ist und seine Möglichkeiten mit hohem Tempo und breiter Beteiligung genutzt werden sollten. Am Kohleausstiegsdatum dürfe nicht gerüttelt werden. Aber welche Perspektiven entstehen und mit wem? Die gestern von der Zukunftsagentur Rheinisches Revier veranstaltete „Perspektiven-Konferenz“ hat aufgezeigt, dass die Debatte häufig auf die rein wirtschaftliche Entwicklung beschränkt wird. Themen wir Umweltschutz, Bildung und Soziales, Arbeitnehmendenrechte und Bürger*innenbeteiligung kommen kaum vor. Hier sehen die Initiator*innen der Entwicklungskonferenz noch zahlreiche Leerstellen und großen Nachholbedarf. Wie die Entwicklungskonferenzen vergangener Jahre gezeigt haben, sollten wichtige Impulse zu nachhaltiger Entwicklung und Mitbestimmung zusammen mit den zivilgesellschaftlichen Kräften der Region als Chance genutzt werden. Um Aufbruchstimmung zu entfachen, bedürfe es mehr als Förderbescheide und Gremienbeschlüsse.
Die Entwicklungskonferenz richtet sich an Engagierte aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie alle interessierten Bürger*innen. Ziel ist es, den Dialog zu fördern, gemeinsame Herausforderungen zu benennen und Lösungsansätze zu diskutieren. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.
Mehr:
- Programm der 7. Entwicklungskonferenz und Anmeldung
- Selbstverständnis des Netzwerkes „Revier WIRd Region“