BUND spricht sich für Stärkung der Demokratie aus

27. August 2025 | Naturschutz, Wahlen, Nachhaltigkeit

Zivilgesellschaftliches Bündnis veröffentlicht Positionspapier zur Stärkung der Demokratie

Ein breites Bündnis, darunter auch der BUND NRW, veröffentlichte heute ein gemeinsames Positionspapier mit dem Titel "Zusammenhalt statt Hetze".  (LAG 21 NRW)

  • Sieben Forderungen für eine gerechte und nachhaltige Transformation
  • Rechtspopulismus gefährdet Umwelt- und Menschenschutz
  • Weitere Unterstützer*innen gesucht

Dortmund/Düsseldorf | Ein breites Bündnis von 26 zivilgesellschaftlichen und wissenschaftlichen Organisationen aus Nordrhein-Westfalen, darunter auch der nordrheinwestfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), veröffentlichte heute ein gemeinsames Positionspapier, das konkrete Ansätze für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Stärkung demokratischer Strukturen benennt. Im Hinblick auf die anstehende Wahl wird mit dem Papier ein wichtiges Zeichen für Demokratie und Vielfalt gesetzt.

Achim Hertzke, Mitglied des BUND-Landesvorstandes und Sprecher des Landesarbeitskreises Klimawandel und nachhaltige Entwicklung:„Die sozial-ökologische Transformation braucht Demokratie und Gerechtigkeit! Wir fordern deshalb jetzt erst recht eine starke Nachhaltigkeit im Rahmen der ökologischen Tragfähigkeit der Erde. Denn Natur- und Umweltschutz ist auch Menschenschutz. Die Zielvorgabe der Agenda 2030 - Starke Institutionen (SDG 16) - darf nicht weiter durch den wachsenden Rechtspopulismus und seine Leugnung wissenschaftlicher Zusammenhänge missachtet und unter Druck gesetzt werden. Es bedarf dazu auch sozialer Medien, die ein konstruktives, faktenbasiertes Gegengewicht zur Verbreitung von Fake-News bilden.“

Das Ziel: NRW zukunftsfähig machen
Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Vielfalt ein Motor für Innovation, Resilienz und Fortschritt ist. Die Organisationen, die sich im Fachforum Nachhaltigkeit NRW zusammengeschlossen haben, eint das Ziel, NRW wirtschaftlich, sozial und ökologisch zukunftsfähig zu machen. Unter dem Titel „Zusammenhalt statt Hetze“ haben sie sieben Punkte formuliert, die den Weg zu einer gerechteren und zukunftsfähigen Gesellschaft ebnen:

  1. Stellung beziehen und Vielfalt leben
  2. Jetzt erst recht – mehr Engagement für die Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele
  3. Niemanden zurücklassen bei einer gerechten Transformation
  4. Unternehmen und Beschäftigte einbeziehen
  5. Kommunen vor Ort mitgestalten
  6. Stärkung der Zivilgesellschaft
  7. Soziale Medien regulieren und Gegengewicht aufbauen

Das Bündnis: Starker Zusammenschluss mit rund zwei Millionen Mitgliedern
Beindruckende zwei Millionen Mitglieder allein in NRW zählen zu den 26 Organisationen, die das Papier unterstützen. Es ist ein außerordentlicher Zusammenschluss von Akteuren, die seit über zwanzig Jahren die zukunftsfähige Ausrichtung NRWs konstruktiv-kritisch begleiten – neben dem BUND sind darunter der DGB NRW, der Landessportbund NRW, der NABU NRW, der Landesverband der Volkshochschulen in NRW, Germanwatch und als Koordinatorin die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda (LAG) 21 NRW. Die LAG 21 ist ein unabhängiges Netzwerk von Kommunen, zivilgesellschaftlichen Verbänden, Vereinen und Akteuren in Nordrhein-Westfalen, in dem der BUND im Kontext seiner Mitgliedschaft im TEAM Nachhaltigkeit des Wuppertal-Institutes seit 2014 mitwirkt. Nichtregierungsorganisationen aus NRW, die die Inhalte des Positionspapiers ebenfalls unterstützen möchten, können sich auf einer Unterstützer*innen-Liste eintragen. Interessierte NROs senden dazu eine Mail mit vollem Organisationstitel und Logo an pr@lag21.de.

Das vollständige Positionspapier mit ausführlichen Erläuterungen zu den sieben Punkten steht online zum Download bereit: "Zusammenhalt statt Hetze - Demokratie und Gerechtigkeit als Rückgrat der Nachhaltigkeit"

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