Trinkwasser vor Nitrateinträgen aus Düngung schützen – Politik muss handeln

14. Januar 2026 | Landwirtschaft, Flüsse & Gewässer, Wasser

Der BUND fordert eine schnelle und rechtssichere Neuregelung der Düngepolitik.

Nitrat gelangt vor allem über Düngemittel in das Grundwasser [Foto: Horst Stolzenburg]

Gemeinsam appellieren der BUND-Bundesverband, der BUND NRW und zahlreiche weitere Landesverbände an die zuständigen Minister*innen, zeitnah eine trinkwasserschonende und verursachergerechte Düngepolitik zu etablieren. Die in der EU-Nitratrichtlinie festgesetzte Obergrenze für Nitrate im Trinkwasser ist seit langem an vielen Orten gefährdet. Hier kann dann der Grenzwert nur durch teure Wasseraufbereitung und Beimischungen von unbelastetem Wasser aus anderen Regionen sichergestellt werden. Dies ist unerlässlich, da Nitrat gesundheitsgefährdend ist, insbesondere auch für Säuglinge. Es gelangt vor allem über Düngemittel aus der Landwirtschaft in das Grundwasser.

Der Missstand hat eine lange Geschichte. Ein von der EU gegen Deutschland eingeleitetes Vertragsverletzungsverfahren konnte im Jahr 2023 nur mit einem neuen Düngerecht abgewendet werden. Zum Schutz des Grundwassers sind mit Nitrat belastete Flächen dabei als „Rote Gebiete“ auszuweisen, auf welchen die Düngung zugunsten der Trinkwasserqualität reduziert werden muss. Die Umsetzung dieser Regelung wurde jedoch im Oktober 2025 vom Bundesverwaltungsgericht mit Blick auf die bayerischen Regelungen für unwirksam erklärt. Infolgedessen setzten auch andere Bundesländer ihre Regelungen aus, fast alle Bundesländer wollen nachziehen.

Der BUND fordert daher eine schnelle und rechtssichere Überarbeitung der Regelungen, damit Umwelt und Gesundheit nicht auf der Strecke bleiben und steigende Kosten für die Verbraucher*innen vermieden werden.

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