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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Ein guter Tag für das Klima - RWE beerdigt Kraftwerksplanung

26. April 2019 | Braunkohle, Energiewende, Kohle, Klimawandel

Erfolg für den BUND und alle Klimaschützer*innen

Das RWE-Kraftwerk Niederaußem. [Foto: Dirk Jansen]

Seit Jahren bekämpfen der BUND und Bürgerinitiativen das RWE-Vorhaben zum Bau eines neue Braunkohlenkraftwerks in Bergheim-Niederaußen ("BoAplus"). Heute hat RWE verkündet,  die Planungeinzustellen.

"Das ist ein guter Tag für den Klimaschutz", kommentierte Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW die Aussage von RWE-Chef Rolf Martin Schmitz. Seine Ankündigung, „wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und treiben die Energiewende konsequent voran“, klinge aber wenig glaubwürdig, solange RWE jetzt nicht auch eine Bestandsgarantie für die Reste des Hambacher Waldes und die Dörfer im Raum Garzweiler gibt. 

RWE will zukünftig nach eigener Aussage einer der global führenden Erzeuger im Bereich Erneuerbare Energien sein. Insofern ist der Konzern jetzt auch gefordert, die Vorschläge der Kohle-Kommission 1:1 umzusetzen und bereits bis spätestens 2022 zusätzliche 3 Gigawatt an Kraftwerksleistung im Rheinischen Revier stillzulegen. Das entspricht sieben Kraftwerksblöcken an den Standorten Niederaußem und Neurath. Damit - und mit der bereits vollzogenen Überführung von fünf weiteren Kraftwerksblöcken in die so genannte Sicherheitsbereitschaft - verringert sich die Braunkohlenförderung in den Tagebauen Hambach und Garzweiler um etwa die Hälfte. "Damit aber ist klar: Wald und Dörfer müssen bleiben!", so Jansen.

Zur RWE-Hauptversammlung am kommenden Freitag (3. Mai) kündigten der BUND, der Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre sowie weitere Umweltgruppen Proteste an. Der BUND ist Kleinaktionär von RWE und wird dann auch von seinem Rederecht Gebrauch machen.

 

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