Essen MACHT ...

Essen macht... mehr als wir denken. Täglich entscheiden wir neu, was wir essen. Damit beeinflussen wir nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch das globale Geflecht von Lebensmittelproduktion und -handel. Kann unser Essen die Welt verändern? Wer sich mit seiner Ernährung auseinandersetzt, merkt schnell, wie viele Themenkomplexe hier ineinander greifen, wie eng die Verbindung zwischen unserem Teller und dem Rest der Welt ist. Essen macht aber auch experimentell und aktiv. Mit Kreativität und Tatendrang lässt sich viel frischer Wind in eingefahrene Ernährungsmuster bringen.

Darum koordiniert die BUNDjugend NRW mit Unterstützung durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW das Projekt „ESSEN MACHT...“ Mit dem von September 2013 bis März 2016 laufenden Projekt informierten und sensibilisierten wir Jugendliche ab 14 Jahren rund um den Themenkomplex Ernährung: vom Klimawandel und Naturzerstörung über Lebensmittelverschwendung und die EU-Agrarpolitik bis hin zu Massentierhaltung und dem Welthunger.

Das Projekt bot Jugendlichen viele Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, um Veränderungen in Gang zu setzen. Selbstexperimente, Blog-Beiträge, nachhaltige Flying Dinner, Kochworkshops, Seminare, Projekttage und öffentlichkeitswirksame Aktionen.

Die Wochenend-Workshops verdeutlichen die vielen Facetten, die das Thema Ernährung zu bieten hat:

  • „Go vegan!“ - Der vegane Koch- und Backworkshop im Juli 2014 & Februar 2015
    Jugendliche befassten sich mit veganer Ernährung und lernten die Rahmenbedingungen für eine gesunde vegane Ernährung kennen. Nach diversen leichten bis raffinierten Kochexperimenten unter Anleitung einer erfahrenen Köchin waren die Teilnehmenden bestens ausgestattet um im Nachgang mehrtägige bzw. -wöchige Selbstexperimente auf eigene Faust zu unternehmen, um eine vegane Ernährungsweise im Alltag auszutesten.
  • „Von der Tonne in den Topf!“ Workshop im September 2014 in Münster
    Hier haben wir das Thema „Lebensmittelverschwendung“ unter die Lupe genommen. Die Teilnehmenden führten u.a. Interviews mit Lebensmittelhändler*innen und starteten spontane Kochexperimente mit überschüssigen Lebensmitteln.
  • Beim Aktiventreffen im November 2014 in Bonn
    verkleideten sich die Jugendlichen mit Gemüsekostümen, verschenkten überschüssiges Gemüse und Obst bzw. Backwaren vom Vortag an Passant*innen in der Innenstadt und sensibilisierten für das Thema Lebensmittelverschwendung mit Flyern.
  • „Auf die Straße – fertig – los!“ im April 2015 in Essen
    konzentrierte sich auf die Durchführung einer öffentlichkeitswirksamen Aktion. An einer essthetischen Tafel konnten Passant*innen vegane Brotaufstrichalternativen probieren und wurden dabei von Jugendlichen in Tierkostümen zum Thema Massentierhaltung informiert.
  • Für das Projekt „Gärten der Zukunft"
    trafen sich Jugendliche in Köln, um Ideen für nachhaltige Anbaumethoden zu diskutieren. Dabei lernten sie mehrere Praxisbeispiele kennen, beispielsweise „NeuLand e. V.“, einen sozial-ökologischen Gemeinschaftsgarten und die Herstellung von Terra Preta für eine nachhaltige, auf Humusaufbau konzentrierte Bodenbewirtschaftung
  • Beim Wildkräuter-Workshop im April 2015 in Essen bestimmten und sammeltenTeilnehmer*innen Wildkräuter Arten und machten daraus Pesto, Öl und Gewürz.

Während der Projektlaufzeit fanden über 30 Projekttage zu den Themen „Klimawandel & Ernährung“ & „Lebensmittelverschwendung“ für Schulklassen ab der Jahrgangsstufe 7 statt, die von zuvor geschulten aktiven Jugendlichen durchgeführt wurden.

Ziel der Projekttage war es auch, Schüler*innen zu Ernährungs-Experimenten zu ermutigen, welche auf einem Aktiven-Blog innerhalb der Projekt-Homepage geteilt werden. Dort werden Jugendliche angeregt, mit kreativen „Änder-was-Aktionen“ ihre umweltpolitischen Anliegen zu Ernährungsthemen auf unterschiedlichste Art und Weise in die Öffentlichkeit zu bringen und werden dabei vom Projektteam unterstützt.

 

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