Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Glas - unsichtbare Gefahr für Vögel

Vögel können, genau wie Menschen, Glas als solches nicht sehen, denn es ist entweder transparent oder spiegelnd. So wird es oft zu einem tödlichen Hindernis.

Transparentes Glas

Für Vögel ist transparentes Glas auf keine Weise zu erkennen. Sie sehen nur den dahinter liegende Artgenossen oder den Horizont sowie andere Lebensräume, wie Bäume und Sträucher. Dadurch kollidieren sie bei voller Fluggeschwindigkeit mit den Glasscheiben.

 (Peter Brenner)

Spiegelndes Glas

Vögel erkennen die Spiegelung der Umgebung nicht als solche und kollidieren in hoher Zahl mit den Spiegelbildern von Himmel oder Strukuren, auf denen sie landen möchten. Das können Bäume und Sträucher, aber auch Wasserflächen oder anderes sein.

Jährlich Millionen Kollisionen von Vögeln mit Glas

Eine Taube, die bei hoher Geschwindigkeit mit einer Glasscheibe kollidiert ist.  (Ralf Gütz)

Vogelkörper sind besonders filigran und leicht, um fliegen zu können. Federn und hohle Knochen helfen dabei. Leider bedeutet dies, dass sie bei einem Zusammenstoß mit Glas besonders schnell zu Schaden kommen und daher oft daran sterben.

Vögel können teilweise bis zu über 100 km/Std schnell fliegen, weshalb starke Kräfte bei einem Aufprall auf den Körper wirken. Nach Hochrechnungen aufgrund von Messungen aus den USA sterben jährlich mindestens 18 Millionen Vögel in Deutschland durch die Kollision mit Glas: Denn jährlich sterben 1-10 Vögel pro Jahr an einem Wohnhaus und es gibt laut Statitstischen Bundesamt gute 18 Millionen Häuser in Deutschland. In dieser Hochrechnung sind zum Beispiel Büro- und Industriegebäude sowie Wartehäuschen noch nicht mit eingerechnet.

Das Problem wird meist unterschätzt, auch da selten tote Vögel vor den Glasscheiben liegen bleiben. Denn tote Vögel sind leichte Beute für Raubtiere wie Mader, Füchse oder auch Katzen. Oder verletze Tiere fliegen aus eigener Kraft weg und sterben nachher an ihren Verletzungen.

Falls Sie einen verletzen Vogel finden, helfen Sie ihm bitte! Hir finden Sie Tipps zur Hilfe für verletzte Vögel.

Bilder

Intro: Niko Eppner

Kontakt

Dr. Judith Förster


E-Mail schreiben Tel.: 0211 / 30 2005 - 10

Unsere Broschüre zum Thema können Sie hier herunterladen. Bestellinformationen finden Sie unter Publikationen.

BUND-Bestellkorb