Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Weltwassertag: Wasserverbrauch in NRW nachhaltiger steuern

21. März 2019 | Flüsse & Gewässer, Wasser

Gewässerbewirtschaftung muss verbessert werden

Anlässlich des Internationalen Tag des Wassers am 22. März weist der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf den besorgniserregenden Zustand der Gewässerbewirtschaftung in NRW hin. „Das Dürrejahr 2018 hat einen Vorgeschmack darauf geliefert, dass angesichts der Klimaveränderungen die Ressource Wasser für die Trinkwasserversorgung, die Industrie und die Landwirtschaft zukünftig nicht gesichert ist“, sagte Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND.

Der BUND fordert die NRW-Landesregierung deshalb auf,  den Wasserverbrauch nachhaltiger zu steuern. Hierzu sollte zählen, die Entgeltpflicht für Wasserentnahme auch auf landwirtschaftliche Betriebe auszudehnen. Denn insbesondere auch die landwirtschaftlichen Nutzungen haben sich in den letzten Jahrzehnten hin zu wasserintensiven Kulturen (Mais, Gemüse) entwickelt. So werde in den Jahren mit Trockenperioden rund um die Uhr mit großen Drehsprengern beregnet. Um die Felder zu bewässern, würden auch zunehmend Pumpen in die Bäche und Flüsse gehängt. In Niedrigwasserperioden sei das extrem schädlich für das Gewässerökosystem.

Eine weitere Forderung des BUND ist, bei Niedrigwasser unserer Flüsse zukünftig Ausnahmegenehmigungen für Kühlwassereinleitungen aus Chemiebetrieben und Kraftwerken nicht mehr zu erteilen. Hohe Wassertemperaturen sind extrem schädlich für die Fischfauna. Zusätzliche Wärmefrachten müssten deshalb unterbunden werden.

Trotz der Herausforderungen vermisst der BUND eine entsprechende Sensibilisierung der für die Gewässerbewirtschaftung zuständigen Behörden. Hier sei Landesumweltministerin Heinen-Esser gefordert. 

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb