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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

"Weidetierhalter stärken statt Wolf verteufeln"

16. Januar 2019 | Naturschutz, Tiere und Pflanzen, Landwirtschaft

BUND fordert Verbesserung der Förderrichtlinien Wolf

[Foto: Martin Mecnarowski (http://www.photomecan.eu/), CC-BY-SA-3.0]

Vor dem Hintergrund des heute im Umweltausschuss des Landtags debattierten CDU/FDP-Antrags „Den Wolf in Nordrhein-Westfalen von Anfang an mit einer Strategie begleiten“ fordert der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Land auf, den geeigneten politischen Rahmen für das Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf zu schaffen.

„Andere EU-Länder und Bundesländer machen teilweise seit Jahrzehnten vor, dass Mensch und Wolf gut koexistieren können. CDU und FDP wollen den Menschen in unserem Land offenbar unterstellen, sie seien weniger lernwillig oder lernfähig. Es ist aber die Politik, die ihre Hausaufgaben noch machen muss“, sagte Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND.

So sei die Überarbeitung der Förderrichtlinien Wolf überfällig. Der BUND fordert hierfür u.a. die vollständige Kostenübernahme des zusätzlichen Arbeits- und Unterhaltungsaufwands für Weidetierhalter. Vor Allem die Einführung von rückwirkender Entschädigung für Herdenschutzmaßnahmen sei dringend notwendig.

„Der Wolf wartet nicht, bis ein Antrag bewilligt ist. Wir brauchen Prophylaxe, dann sind auch Wolfsrisse kaum mehr ein Thema“, so Sticht. Nicht der Wolf schaffe Probleme, sondern diejenigen, welche die Weidetierhalter bei der Vorbereitung im Stich lassen und einen Wolf erlernen lassen, in ein Gatter einzubrechen.

„CDU und FDP wollen mit ihrem Antrag NRW in Wolfsgebiete und wolfsfreie Gebiete aufspalten. Das zeugt von Desinteresse an Konfliktlösung und Desinteresse am Erhalt der biologischen Vielfalt unseres Landes“, sagte Sticht.

 

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