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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

camp for [future] in Kerpen-Buir startet

01. August 2019 | Braunkohle, Energiewende, Hambach, Klimawandel, Kohle

Aufbau des BUNDjugend-Camps am Tagebau Hambach hat begonnen / Kritik an Versuch der Kriminalisierung

Der Aufbau des camp for [future] hat begonnen. [Foto: Malte Stocker]

Zurzeit wird die Zeltstadt des diesjährigen camp for [future] in Kerpen-Buir aufgebaut. Für das am Freitag startende Camp der BUNDjugend NRW werden über 300 Teilnehmende erwartet, die sich hier für den Erhalt des Hambacher Waldes und eine radikale Energiewende engagieren und sich mit Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Gesellschaftsgestaltung auseinandersetzen. Nach Diskussionen um den Camport wird das ausdrücklich friedliche Jugendbildungscamp nun am Blatzheimer Weg am Ortsrand von Buir errichtet.

Das Team aus Ehrenamtlichen, das seit etwas mehr als einem halben Jahr alles vom Programm über die Infrastruktur bis zur Öffentlichkeitsarbeit organisiert, und weitere helfende Hände sind seit Sonntag auf der Fläche. Dort werden bis Freitag alle notwendigen Workshop-, Küchen- und Materialzelte aufgebaut, da dann die ersten Teilnehmenden erwartet werden.

Das Programm für die zehn Tage ist auf der Website des camp for [future] zu finden. Am Samstag, den 02.08. und dem folgenden Sonntag finden die ersten Workshops statt, am Montag gibt es dann einen critical rave – eine Tanzdemo durch Köln, die auf der Campfläche gemeinsam mit allen geplant wird. Montag bis Freitag können die hauptsächlich jungen Teilnehmenden sich wieder in Workshops weiterbilden. Am Freitag, den 09.08. um 19:00 Uhr wird dann eine Podiumsdiskussion in Buir zum Thema „Ideen für den Strukturwandel - Zukunftsvisionen für die Region“ stattfinden bevor am Samstag eine weitere gemeinsam geplante bunte und friedliche Aktion das Camp beendet. Ab Sonntag wird die Infrastruktur auf der Fläche wieder abgebaut.

Besonders an diesem Jahr ist das Zusammenlegen des camp for [future], welches bereits zum dritten Mal im Rheinischen Braunkohlerevier stattfindet, und des Summer Camp der Young Friends of the Earth Europe. Dafür werden auch um die 50 Teilnehmenden aus ganz Europa erwartet, die für das Team neue Herausforderungen, besonders in der Übersetzung, aber vor allem neue Chancen, wie einen breiten internationalen Austausch innerhalb der Klimabewegung, bereitstellen.

In der Region um Buir herum wird das Camp derzeit stark angegangen. Initiiert von der BI Gemeinam fanden am 18. Juli eine Demonstration gegen das camp for [future] in Buir und weitere Proteste in der Region statt. „In welcher Weise unser friedlicher Protest dort mit einer gestiegenen Zahl von Straftaten in Zusammenhang gebracht wurde, ist nicht hinzunehmen“ so Hannah Müller vom Vorstand der BUNDjugend. „Solange sich die Bagger weiter auf den Hambacher Wald zufressen und solange das Rheinische Braunkohlerevier die größte CO2-Quelle Europas ist und es keinen klimapolitisch akzeptablen Fahrplan für den Kohleausstieg gibt, werden wir hier weiter demonstrieren,“ so die 20-Jährige weiter. Gespräche zwischen den verschiedenen Akteuren in der Region sind aber schon vom Orga-Team initiiert worden, um den Dialog anzuregen und Konflikte zu vermeiden. Auch auf die Berücksichtigung der Bedenken der Anwohnenden um die Fläche herum legt das Team einen hohen Wert.

Aus diesem Grund laden die Organisierenden noch einmal herzlich dazu ein, einfach auf der Campfläche vorbeizukommen und sich einen eigenen Eindruck von der entspannten und positiven Athmosphäre des camp for [future] zu machen.

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