BUND fordert „Kieseuro“

17. Mai 2014 | Ressourcen & Technik, Naturschutz

Kein weiterer Kiesraubbau in Nordrhein-Westfalen“

 Die Landesdelegiertenversammlung des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert von der Landesregierung die schnelle Einführung eines Gesetzes zur Kiesabgabe. Auf der BUND-Jahreshauptversammlung in Dinslaken appellierte der Umweltverband an die Politik, dem „Kiesraubbau am Niederrhein“ und anderswo auch durch eine Änderung des Landesentwicklungsplans Einhalt zu gebieten.

„Die bisherige Bedarfsermittlung ist allein an den Interessen der Unternehmen orientiert und führt zur ungebremsten Zerstörung von Natur und Landschaft“, sagte der BUND-Vorsitzende Holger Sticht. „Mit dem ‚Kieseuro‘ würden Anreize zum sparsamen Verbrauch und zum Einsatz unbedenklicher Ersatzstoffe geschaffen.“ Die Einnahmen sollten den Kommunen und Bezirksregierungen zum Erhalt und der Entwicklung gefährdeter Lebensräume zur Verfügung gestellt werden.

Im Zuge der Neuaufstellung des Landesentwicklungsplanes müssten ferner weitere Tabugebiete ausgewiesen werden. Zukünftig sollten neben Nationalparken, Natura 2000- und Naturschutz-Gebieten auch alle Wasserschutzgebietszonen und die so genannten Bereiche zum Schutz der Natur vor dem Raubbau geschützt werden.

Auf der Landesdelegiertenversammlung blickte der BUND auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück. Mit vielen ehrenamtlich aktiven Natur- und UmweltschützerInnen sei der Verband flächendeckend in Nordrhein-Westfalen präsent. Die Mitgliederbasis sichere auch weiterhin die finanzielle und politische Unabhängigkeit. „Wir werden auch weiterhin laut und deutlich für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen kämpfen“ kündigte der BUND-Landeschef Sticht an. Die Landesregierung müsste jetzt den Reformstau auflösen und zügig die überfälligen Novellen des Landesnaturschutz-Gesetzes und des Landesjagdgesetzes in Angriff nehmen.

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