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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Was würden sich Wildkatzen zu Weihnachten wünschen?

20. Dezember 2018 | Naturschutz, Naturschutz, Tiere und Pflanzen, Wildkatze

 (Foto (c) Michael Radloff)

Wenn sich die Europäischen Wildkatzen etwas zu Weihnachten wünschen dürften, dann wären es weite, ungestörte Wälder. Die Erfüllung dieses Wunsches ist ein Ziel des „Rettungsnetzes Wildkatze“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Wir Menschen haben ihr ihren Lebensraum in den letzten 100 Jahren so stark beschnitten, dass sie auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft wird“, betont Christine Thiel-Bender, Wildkatzenexpertin des BUND in Nordrhein-Westfalen. „Wir vom BUND arbeiten deshalb seit vielen Jahren an einer Vernetzung der Wildkatzenwälder, damit sich die scheuen Tiere wieder ausbreiten können.“

Die Wildkatze fühlt sich in „unaufgeräumten“, naturnahen Laubmischwäldern mit vielen Versteckmöglichkeiten am wohlsten. So wurden in NRW auch weiter Strukturen in den Wäldern erhalten und geschaffen, welche der Wildkatze eine erfolgreiche Jungenaufzucht ermöglichen können. Auch Gespräche über sinnvolle bauliche Veränderungen an Straßen wurden geführt, um den Wildkatzen die Querung der lebensbedrohlichen Barrieren zu ermöglichen. „NRW hat das Glück, etwa 10% der deutschlandweit vorkommenden 5.000 bis 8.000 Wildkatzen zu beherbergen.“

Doch bundesweit bleibt trotz dieser Erfolge viel zu tun. Wildkatzen sind auf ein durchgängiges Netzwerk an Wäldern angewiesen. „Ein deutschlandweites Netz an Naturlebensräumen ist ein Ziel, für das es einen langen Atem braucht – ein Generationenprojekt“, betont Christine Thiel-Bender. Flächen müssen langfristig für die Natur zu Verfügung gestellt werden. Querungshilfen über Straßen müssen geplant und umgesetzt werden. „Doch die Arbeit lohnt sich. Die Wildkatze ist ein wertvolles Symbol für den Zustand unserer Natur“, so Thiel-Bender. „Dass sie bei uns in Nordrhein-Westfalen zu Hause ist, ist für uns ein echtes Geschenk, nicht nur zu Weihnachten.“

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