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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

DIW-Studie zeigt: Hambacher Wald und Dörfer können bleiben

01. Februar 2019 | Braunkohle, Energiewende, Garzweiler, Hambach, Klimawandel, Kohle

BUND-Berechnungen werden bestätigt

Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, dass mit einer Anpassung der "Fahrweise" der Tagebaue Garzweiler und Hambach die Zerstörung des Hambacher Waldes und weiterer noch bewohnter Ortschaften verhindert werden kann. Damit werden Berechnungen des BUND bestätigt.

Aktuell liegt die Braunkohlenförderung in den Tagebauen Hambach und Garzweiler bei ungefähr 70 Millionen Tonnen pro Jahr. Die Überführung von fünf Kraftwerksblöcken in die so genannte Sicherheitsbereitschaft führt ohnehin zu einer Nachfragereduktion von mindestens 10 Millionen Tonnen. Durch die von der Kommission empfohlene Stilllegung von älteren Blöcken mit einer Leistung von 3,1 GW an den Standorten Niederaußem und Neurath kann bis zum Jahr 2022 eine jährliche Braunkohlenförderung von mindestens 23 Millionen t eingespart werden. Eine Reduktion der Brikettproduktion führt zu weiteren möglichen Einsparungen. Hierdurch reduziert sich der jährliche Bedarf für die Tagebaue Garzweiler II und Hambach spätestens ab dem Jahr 2022 um ungefähr 35 Millionen t auf ungefähr 50 % seiner früheren Fördermenge. Für einen Weiterbetrieb des Kohlereviers bis zum Jahr 2035/2038 werden insgesamt maximal 612 bis 672 Millionen Tonnen benötigt benötigt.

Die Ergebnisse zeigen, dass bei Verzicht auf Rodungen im Hambacher Wald noch 477 Millionen t Braunkohle im Tagebau Hambach förderbar sind. Im Tagebau Garzweiler II verbleiben bei Erhalt der Dörfer Keyenberg, Kuckum, Berverath, Oberwestrich und Unterwestrich sowie des Eggerather Hofes und des Roitzerhof noch 338 Millionen t Kohle. Für das Gesamtsystem sind somit zum 1. Januar 2019 noch Kohlereserven von 815 Millionen t verfügbar. Dies überschreitet die bis 2035 noch benötigten Mengen deutlich und zeigt daher, dass der Hambacher Wald als auch die bedrohten Dörfer erhalten bleiben können.

Die DIW-Studie zeigt, dass somit ein jahrelanger Weiterbetrieb der Tagebaue möglich ist, ohne Wald und Dörfer zu zerstören. Würden allerdings die 815 Millionen Tonnen Braunkohle tatsächlich verstromt, blieben damit die Klimaschutzziele unerreichbar. Das hatte ein Studie des Öko-Instituts im Auftrag des BUND belegt. 

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