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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Gemeinsam gegen Glyphosat!

Der Alleingang von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und der Union hat ermöglicht, dass Glyphosat für fünf weitere Jahre in der EU eingesetzt werden kann. Jetzt geht es darum, den von Minister Schmidt angerichteten Schaden möglichst zu begrenzen.

Schluss mit Glyphosat, Frau Merkel!

Die Fehlentscheidung von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und der Union hat ermöglicht, dass Glyphosat für fünf weitere Jahre in der EU eingesetzt werden kann - ohne jegliche verbindliche Strategie für einen Austieg aus dem Einsatz dieses Totalherbizids. Fünf Jahre sind fünf Jahre zu viel. Sie votierten für ein Ackergift, das alle Pflanzen abtötet und damit ein Hauptverursacher des massiven Artensterbens in der Agrarlandschaft ist. Gleichzeitig steht es im Verdacht, beim Menschen Krebs zu verursachen.

Protestieren Sie jetzt bei Bundeskanzlerin Merkel: Ich fordere einen nationalen Ausstieg aus Glyphosat!

 Zur Aktion

 


Hintergrund zur Glyphosat-Entscheidung

Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und ein sogenanntes Totalherbizid. Bekannt ist es vor allem unter dem Markennamen ‚Roundup‘, ein Produkt von Monsanto. Es wird auf fast 40 Prozent der deutschen Äcker eingesetzt und trägt somit maßgeblich zum Artensterben in unserer Agrarlandschaft bei. Laut Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation ist Glyphosat wahrscheinlich krebserregend. Auch wenn andere Studien zu anderen Ergebnissen kommen: Der Verdacht ist nicht ausgeräumt und für den BUND hat das Vorsorgeprinzip Vorrang vor Konzerninteressen.

Im Jahr 2016 konnte durch großen gemeinsamen Protest vorerst verhindert werden, dass die EU-Kommission Glyphosat wie geplant für weitere 15 Jahre wiederzulässt: Auch nach mehreren Anläufen kam unter den EU-Mitgliedstaaten die notwendige Mehrheit nicht zustande. Deutschland hatte sich wegen der Uneinigkeit hierüber innerhalb der Bundesregierung enthalten. Am Ende sprach die EU-Kommission eine Verlängerung für 18 Monate aus. Diese Frist lief im Dezember 2017 aus.

Am 27.11.2017 änderte Deutschland nach 6-maligem Enthalten in den vorangegangenen Abstimmungen hierüber auf Weisung von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und entgegen der klaren Haltung der Bundesumweltministerin sein Votum, stimmte mit ‚Ja‘ und sorgte so für die notwendige Mehrheit für die Wiederzulassung dieses Agrargiftes. 


1,3 Mio Unterschriften: Bürger*innen in ganz Europa setzen starkes Zeichen gegen Glyphosat

Im Jahr 2017 sammelte der BUND gemeinsam mit rd. 100 Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheitsorganisationen aus ganz Europa mehr als 1,3 Mio. Unterschriften für eine Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat. Das ist ein starkes Signal an Politik und Wirtschaft, sich von Roundup und Co zu verabschieden und ebenso für ein Miteinander und die Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Zivilgesellschaft!

Unsere gemeinsamen Forderungen bleiben auch weiterhin aktuell:

  • Glyphosathaltige Herbizide verbieten, da sie in direktem Zusammenhang mit Krebserkrankungen beim Menschen stehen und die Ökosysteme schädigen
  • Sicherstellen, dass die für die offizielle Genehmigung innerhalb der EU notwendige, wissenschaftliche Beurteilung von Pestiziden ausschließlich auf publizierten Studien basiert, welche von zuständigen Behörden in Auftrag gegeben wurden und nicht von der Pestizidindustrie
  • EU-weite, obligatorische Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festlegen, um das mittelfristige Ziel einer pestizidfreien Zukunft zu erreichen

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