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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Windenergie in NRW

Der Windenergie kommt eine zentrale Rolle für die Energiewende in NRW zu. Neben der Nutzung der Solarenergie liegen hier die größten Potenziale für die klimafreundliche Energiegewinnung. Doch der Ausbau der Windenergienutzung muss naturverträglich erfolgen. Dafür setzt sich der BUND ein.

Windenergieanlagen bei Erkelenz. © D. Jansen

Ende 2015 waren in Nordrhein-Westfalen 3.172 Windkraftanlagen (WKA) mit einer installierten Leistung von etwa 4.096 MW in Betrieb. Der Windstromanteil an der Bruttostromerzeugung lag bei etwa 4 Prozent. Auf die Windenergie entfallen etwa 35 % des von den Erneuerbaren Energien produzierten Stroms. Etwa 14.o00 Beschäftige hat die NRW-Windkraftbranche derzeit zu verbuchen.

Allerdings führen die Erneuerbaren Energien in NRW noch immer ein Schattendasein. Ihr Anteil an der Stromerzeugung liegt bei nur etwa 10 %. Mehr als 70 % stammen hingegen aus Braun- und Steinkohle. Sollen die NRW-Klimaschutzziele erreicht werden, führt an der Umstellung auf 100 % Erneuerbare Energien bis 2050 kein Weg vorbei. Der Windkraft kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Ohne deren deutlichen und effizienteren Ausbau werden diese Klimaschutzziele nicht erreicht werden. Deshalb soll nach dem Willen der Landesregierung der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung im ersten Schritt auf mindestens 15 % im Jahre 2020 ausgebaut werden. Diese Zielsetzung soll zum einen durch das Repowering, den Ersatz alter Anlagen durch neuere leistungsstärkere Anlagen erreicht werden.

Der BUND unterstützt diese Ziele, hält aber eine bessere Steuerung der Windkraftnutzung für unverzichtbar, um den Ausbau auch naturverträglich zu bewerkstelligen.

NRW: Land mit großen Windkraft-Potenzialen

Windenergieanlagen im Kreis Paderborn. © D. Jansen

Bereits das EUtech-Gutachten „NRW-Klima2020“ hielt eine Steigerung des Stromertrags aus Windkraftanlagen in NRW auf einen Anteil von 15 % des Endenergieverbrauchs bis 2020 für realistisch. Dazu müssten die für die Windkraftnutzung ausgewiesenen Flächen von heute etwa 0,85 % der Landesfläche auf mindestens 1 % ausgeweitet, die Höhenbegrenzungen gestrichen und die verfügbare Fläche mit Anlagen der 6-MW-Klasse überplant werden. Bei einer Halbierung der Anzahlbestehender Anlagen könnte die installierte Leistung damit auf mehr als 6.800 MW gesteigert werden.

Mit der von der Landesregierung Potenzialstudie Windenergie wurden die Prognosen im Prinzip bestätigt und die regionalen Potenziale näher spezifiziert. Nach dem Leitszenario könnten auf 2,2 % der Landesfläche knapp 40 TWh durch Windparks generiert werden

Rund 40 % der regenerativen Stromerzeugung NRWs (ohne Grubengas, MVA) entfällt auf die Windkraft, wodurch jährlich mehr als 4 Mio. t CO2 eingespart werden können. Doch nicht nur unter Klimaschutzgesichtspunkten kommt der Windenergie eine wichtige Rolle zu. Nordrhein-Westfalen hat sich auch zu einem bedeutenden Hersteller- und Zuliefererindustriestandort für Windkraftanlagen entwickelt. Mit rund 14.000 Beschäftigten (2014) gehen die höchsten Beiträge zur Beschäftigungssicherung in der regenerativen Energiewirtschaft von den Kernunternehmen des Wind-energiesektors aus. Knapp 2 Milliarden Euro setzt die NRW-Windenergiebranche jährlich um.

Neue Weichenstellungen

Mit dem Regierungswechsel im Mai 2010 zeichneten sich neue Weichenstellungen ab. Im Vertrag über die rot-grüne Regierungskoalition vom Juli 2010 wurde ein Landesklimaschutzgesetz vereinbart. Dieses wurde 2013 verabschiedet und hat zum Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um mind. 80 % gegenüber 1990 zu reduzieren.

Der Windenergie kommt dabei eine zentrale Rolle beim Umbau der Energiewirtschaft zu. Die Landesregierung will NRW zu einem Vorreiter in Sachen Windenergie machen. Deshalb soll der Anteil der Windenergie an der Stromversorgung auf mindestens 15 Prozent bis 2020 vor Ort ausgebaut werden. Wichtiges Instrument hierfür war  die  vollständige Überarbeitung des Windenergie- sowie des Repowering-Erlass. Pauschale Abstandsregelungen und restriktive Höhenbeschränkungen sollten gestrichen, der Anteil der Windkraftvorranggebiete auf einen Anteil von 2 Prozent an der Landesfläche erhöht werden.

Mit dem zuletzt 2015 novellierten Windenergie-Erlass wurden diese Ziele umgesetzt. Der Windenergie-Erlass hebt auch das seit 2005 bestehende grundsätzliche Tabu, auf Waldflächen Windenergieanlagen zu errichten, auf. Mit dem „Leitfaden Rahmenbedingungen für Windenergieanlagen auf Waldflächen in Nordrhein-Westfalen“ (2012)wurden planerische und genehmigungsrechtliche Rahmenbedingungen für die Errichtung von Windenergieanlagen in Wäldern und Kriterien zur Beurteilung der Geeignetheit von Waldflächen in der Einzelfallprüfung definiert. Mit dem  Leitfaden "Umsetzung des Arten- und Habitatschutzes bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen in Nordrhein-Westfalen" (2013) wurde eine weitere wichtige Grundlage geschaffen. Im November 2015 wurde der überarbeitete Windenergie-Erlass veröffentlicht.

Der BUND unterstützt grundsätzlich die Ziele der Landesregierung und setzt sich für einen ökologisch verträglichen Ausbau der Windkraft unter Berücksichtigung der berechtigten Ansprüche der Bevölkerung und der Notwendigkeiten des Klimaschutzes ein.

BUND-Forderungen zum Ausbau der Windkraft in NRW

Wesentliche Kriterienfür den natur-, umwelt- und menschenverträglichen Ausbau der Windenergienutzung in NRW  wurden in der BUND-Position „Windkraft in NRW - Regionalplanerische Steuerungselemente und Argumente“ von 2002 bzw. 2004 festgelegt . In 2009/2010/2012 hat der BUND diese Position fortgeschrieben.

Ein ökologischer Umbau der Stromerzeugung kann nur gelingen, wenn folgende Rahmenbedingungen erfüllt werden:

  1. Weg von Kohle und Atom: Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Ausstoß von mehr als 16 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ist das Kohleland Nordrhein-Westfalen weit vom Ziel einer zukunftsfähigen Energieversorgung entfernt. Die notwendige Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen um 40 Prozent bis 2020 bzw. um 80 bis 95 Prozent bis 2050 ist nur durch den Ersatz kohlenstoffreicher Energieträger erreichbar. Neue Kondensationskraftwerke dürfen nicht mehr gebaut werden. Auch das Festhalten an der Atomenergie ist kein Beitrag zum Klimaschutz. Im Gegenteil: Atomenergie ist prinzipiell unbeherrschbar, schafft ein unlösbares Endlagerproblem und blockiert die überfällige Energiewende.

  2. Energieeinsparpotenziale erschließen – Energieproduktivität erhöhen: Die Landesregierung strebt eine Reduzierung des Stromverbrauchs an, ohne ein konkretes Ziel zu benennen. Die Vorgängerregierung hielt eine Senkung von 20 % bis zum Jahre 2020 für realistisch. Ein solches ambitioniertes Ziel ist nur erreichbar, wenn alle vorhandenen Einsparpotenziale konsequent genutzt und die Energieproduktivität deutlich erhöht wird. Das BMU-LEITSZENARIO 2008  legt eine durchschnittlichen Steigerung der (Primär-)Energieproduktivität von 3 %/a zugrunde. Dies führt bis 2050 zu einem Primärenergieverbrauch, der 55% des Niveaus von 2005 entspricht.

  3. Erneuerbare Energien ausbauen: Einigkeit besteht in der Einschätzung, dass in NRW große unerschlossene Potenziale zur Nutzung der Windkraft, Bioenergie, Erdwärme und Solarenergie aufweist. Gemäß der Studie „NRW-Klima2020“ ist in NRW ein Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung von 25 % bis 2020 erreichbar. Die Unternehmen und Verbände der Erneuerbare-Energien-Branche prognostizieren bis 2020 einen Anteil der EE von 47 Prozent am gesamtdeutschen Stromverbrauch.  Nach aktuellen Szenarien  ist im Jahr 2050 eine weitgehende bis vollständige Stromversorgung durch Erneuerbare Energien möglich. Das größte Potenzial hat dabei die Windenergie.
Fortschreibung der BUND-Position Windenergie 2012

Grundsätze eines umweltverträglichen Ausbaus der Windenergienutzung in NRW

(Stand 2012)

Jegliche Form der Energiegewinnung ist mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Im Gegensatz zur Nutzung fossiler oder atomarer Energiequellen sind die mit der Nutzung der Windkraft verbundenen Umwelteinwirkungen jedoch räumlich und zeitlich eng begrenzt und reversibel. Ewigkeitsschäden durch die Nutzung der Windkraft gibt es nicht.

Unter Anwendung der nachstehenden Kriterien sowie der sonstigen gesetzlichen Vorschriften (Eingriffsregelung, UVP, Raumbedeutsamkeit) können die Windkraftpotenziale in NRW im Einklang mit den ökologischen Erfordernissen erschlossen und Hemmnisse eines weiteren Ausbaus beseitigt werden:

  • Vorranggebiete ausweisen: Der BUND tritt dafür ein, dass im Landesentwicklungsplan und in den Regionalplänen Vorranggebiete für Windkraft ausgewiesen werden. Grundlage hierfür muss eine vom MKULNV vorgelegte Karte über fachlich geeignete Vorranggebiete sein. Diese stellt die Schnittmengen von Flächen technischer Eignung (Windhöffigkeit) und der Eignung unter Natur- und Artenschutzgesichtspunkten dar. Neben den Schutzkategorien müssen auch Zugrouten, Populationen planungsrelevanter Arten außerhalb von Schutzgebieten, Retentionsräume etc. berücksichtigt werden.
    Kommt es nicht zu einer Planung auf Landesebene oder regionaler Ebene, sollen die Gemeinden im Kreisgebiet und die Kreise untereinander ihre Planungen von Windkraftanlagen abstimmen.
  • Windkraftvorranggebiete konsequent erschließen: Zum 31. Dezember 2006 hatten von den 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen 322 Gemeinden mit rechtswirksamer Bauleitplanung Konzentrationszonen für die Windenergienutzung dargestellt, 74 Gemeinden hatten keine Zone ausgewiesen. Die durchschnittliche Auslastung der Konzentrationszonen liegt nach Angaben der Landesregierung bei lediglich etwa 79 %. Zum Ausbau der Windenergienutzung in NRW sind vorrangig alle geeigneten Konzentrationszonen auszuweisen und maximal auszulasten. Wird nachgewiesen, dass keine geeigneten Konzentrationszonen vorhanden sind, erschließt die Kommune alle sich alternativ lokal bietenden Potenziale zur Nutzung  Erneuerbarer Energien.
  • Repowering fördern - Höhenbegrenzungen kappen: Nach § 16 Abs. 1 Baunutzungsverordnung kann die Gemeinde bei der in ihrer Planungshoheit liegenden Änderung ihres Flächennutzungsplans für Windenergieanlagen (WEA) Höhenbeschränkungen ausweisen. In den Regierungsbezirken Arnsberg und Münster weisen z.B. mehr als 60 % der Konzentrationszonen solche Beschränkungen aus „städtebaulichen Gründen“ auf. Der Ersatz von Altanlagen durch moderne, leistungsstarke und lärmarme Neuanlagen am gleichen Standort („Repowering“) kann durch die Festlegung von solchen Höhenbegrenzungen verhindert werden. Der BUND lehnt deshalb generelle Höhenbeschränkungen ab.
  • Immissionsschutzrechtliche Schlechterstellung beseitigen – Abstandsregelung abschaffen: Der Windkrafterlass von 2005 sieht einen „typischen Abstand“ von WEA zur reinen Wohngebieten von 1.500 m vor. Für den BUND ist kein Grund ersichtlich, der diese Schlechterstellung von WEA gegenüber anderen Vorhaben, die einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung bedürfen, rechtfertigen könnte. Grundsätzlich sollen Windkraftanlagen weder restriktiver noch liberaler als andere potenziell raumbedeutsame Industrieanlagen oder Bauwerke zugelassen werden. Die Abstandsregelung ist deshalb abzuschaffen.
  • Tabubereiche beachten – Konflikte vermeiden: Zur Vermeidung von Konflikten mit dem Natur- und Landschaftsschutz sind Tabubereiche unverzichtbar, in denen der Bau von Windkraftanlagen grundsätzlich ausgeschlossen sein sollte. Dazu gehören Nationalparke, Naturschutzgebiete, geschützte Biotope gemäß § 62 Landschaftsgesetz und Bereiche für den Schutz der Natur (BSN der Regionalplanung). In FFH- und Vogelschutzgebieten soll der Bau von Windkraftanlagen ebenso wie andere Eingriffe behandelt werden, also keine Besser- oder Schlechterstellung erfolgen.
    In Bezug auf den Vogelschutz konnte der Windkraftnutzung bislang kein statistisch abgesicherter Einfluss auf Brutvogelbestände nachgewiesen werden. Nachvollziehbare Gründe zur Festlegung eines generellen Mindestabstandes von 500 m zu FFH-Gebieten, die dem Schutz bedrohter Vogelarten dienen, sind deshalb nicht ersichtlich. Hier sind Abstände in Abhängigkeit von den jeweils auslösenden Wirkfaktoren (Anlagengröße, -typ, Lärm, optische Störungen) und dem jeweiligen Schutzziel zielführender. Letzteres sollte auch für die sonstigen Pufferzonen gelten.
  • Windkraftanlagen im Wald nicht generell ausschließen: Nach Ansicht des BUND NRW kann die Nutzung des Waldes für WEA dann genehmigungsfähig sein, wenn eine Gemeinde über keine eigenen anderen vorrangig geeigneten Flächen für WEA verfügt. Es muss allerdings nachgewiesen werden können, dass geeignete Vorranggebiete (z. B. auch in bestehenden Industriegebieten) tatsächlich nicht zur Verfügung stehen.
    Im Wald kommen danach insbesondere solche Standorte in Frage, die bereits infrastrukturell genutzt werden oder wurden, wie z.B. aufgegebene militärische Einrichtungen, oder Gebiete mit intensiver forstwirtschaftlicher Nutzung (z.B. forstliche Anbauflächen jünger als 70 Jahre). Darüber hinaus sollten Transport und Aufbau der Anlage zu einer geringstmöglichen Inanspruchnahme von Waldbäumen führen, der unterste Punkt der Rotorfläche mind. 70 m über dem Boden liegen und die Netzanbindung über bestehende Wegetrassen im Tiefbau erfolgen. Für den Bau von Windkraftanlagen soll die Erteilung einer temporären, auf die Dauer des Betriebs der Anlage befristeten Waldumbaugenehmigung möglich sein.
    Windwurfflächen und Waldbrandflächen ohne Wiederaufforstung sind Keimzellen der Waldentwicklung in NRW. Sie sind von besonderer Bedeutung für die Biodiversität und den Klimaschutz und daher als Standorte für Windenergieanlagen ungeeignet.
    Als Kompensation für Waldverluste muss vordringlich die dauerhafte Stilllegung forstwirtschaftlich genutzter Flächen vorgesehen werden. Ersatzaufforstungen sind als Kompensationsmaßnahme ungeeignet.
    Potenzielle ökologische Konflikte durch WEA im Wald werden insbesondere in Bezug auf den Fledermausschutz gesehen. Inzwischen wurde durch unterschiedliche Studien und Untersuchungen nachgewiesen, dass Fledermäuse häufiger durch Kollision an Windenergieanlagen getötet werden als Vögel. Nach dem derzeitigen Stand des Wissens können Konflikte offenbar dann ausgelöst werden, wenn Windkraftanlagen in der Nähe von Wochenstubengebieten hoch fliegender Arten, in der Nähe von individuenstarken Winterquartieren und in deren Zuflugkorridoren errichtet werden. Ein Zeitraum mit erhöhter Kollisionsgefährdung stellt danach die Migrationszeit im Spätsommer/Herbst dar. Zu betrachten sind weiterhin die Anlagenkonfiguration in Abhängigkeit von den landschaftlichen Gegebenheiten, der zeitlichen und räumlichen Verteilung der Fledermausarten sowie der Habitatstrukturen.
    Eine Konfliktminderung kann über eine zeitweise Abschaltung zum Hauptgefährdungszeitraum erreicht werden. Dies betrifft das v. a. den Zeitraum von Juli bis Ende August. Allein damit scheint nach derzeitigen Erkenntnissen eine Minderung des Kollisionsrisikos um bis zu ca. 80 % möglich. In Bezug auf die Gefährdung überwiegend gehölzgebunden fliegender Fledermausarten erscheint eine große Anlagenhöhe bei großem Bodenabstand zwischen Boden (bzw. Waldoberkante) und Rotorflügelspitze vorteilhaft zu sein. Bei WKA mit rund 140 m Nabenhöhe und 80 m Rotordurchmesser befindet sich z.B. die unterste Blattkante etwa 100 m über Grund bzw. immer noch mindestens 60-70 m über den Baumkronen. Für einzelne Fledermausarten dürfte sich insofern eine potenzielle Kollisionsgefahr weiter vermindern.
  • Standards für Artenschutzuntersuchungen definieren: Der BUND fordert, verbindliche Standards für Artenschutzuntersuchungen vorzuschreiben (Bsp.: Leitfaden für die Berücksichtigung von Fledermäusen bei Windenergieprojekten; UNEP/Eurobats). Wo solche Standards noch nicht vorliegen besteht vordringlicher Forschungsbedarf. Ziel muss es sein, Standards für alle planungsrelevanten Arten zu definieren und vorzuschreiben.
  • Langfristige Perspektiven verbessern: Die Windkraftnutzung muss immer so verträglich wie möglich erfolgen. Es ist daher notwendig, auch hinsichtlich der technischen Möglichkeiten weiterhin Grundlagenforschung zu betreiben. Insbesondere sind auch andere Rotorentechniken (Savonius-, Darrieus-, H-Darrieus-Rotoren u.a.) weiterzuentwickeln und hinsichtlich ihrer Verträglichkeit mit Vogel- und Fledermausarten zu erforschen.

Der BUND setzt sich dafür ein, den bestehenden Windkraft-Erlass im Sinne der oben stehenden Grundsätze zu novellieren. Damit kann nicht nur ein wertvoller Beitrag Nordrhein-Westfalens zum Klimaschutz geleistet, sondern gleichfalls ein Signal zur Stärkung der Windindustrie und zur Schaffung neuer, zukunftsfähiger Arbeitsplätze gegeben werden.

Der BUND steht für einen naturverträglichen Ausbau der Windenergie. In diesem Faltblatt haben wir die wesentlichen Punkte einem Faktencheck unterzogen.
BUND-Position: Für einen natur- und umweltverträglichen Ausbau der Windenergie.

"Windenergie und Naturschutz sind keine Gegensätze"

Staatssekretär Peter Knitsch, Marie Luise Fasse (SDW), Johannes Remmel, Josef Tumbrinck (NABU), Holger Sticht (BUND). © D. Jansen

26.06.2015 | Ein Bündnis aus drei Naturschutzverbänden und dem Windenergie-Branchenverband setzt sich für einen zügigen und naturverträglichen Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen ein. Die NRW-Landesverbände von BUND, NABU, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und Bundesverband Windenergie (BWE) überreichten Landesumweltminister Johannes Remmel im Landtag eine Gemeinsame Erklärung. In dieser sprechen sie sich für eine konsequente Energiewende in Nordrhein-Westfalen aus, bei der die Windenergie eine tragende Rolle spielen müsse.

...zur gemeinsamen Erklärung

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