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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Verbreitung in Deutschland

Ursprünglich kam die Wildkatze in ganz Deutschland vor, heute gibt es hier noch 5.000 bis 7.000 der scheuen Tiere.

dunkelgrün: aktuelle Wildkatzenvorkommen, hellgrün: geeignete Wildkatzenlebensräume, gelb: Wildkatzenkorridore

Wildkatzen haben in Deutschland zwei Hauptverbreitungsgebiete: Das sind zum einen die Vorkommen in Eifel, Hunsrück, Pfälzer Wald und Taunus, welche vermutlich untereinander im Austausch stehen und Anschluss an die Vorkommen in Ostfrankreich und Belgien haben. Das Gebiet beherbergt die bedeutendste deutsche Wildkatzenpopulation: im Pfälzerwald etwa 200 bis 600 Tiere, in der Eifel etwa 500 bis 1.000 Tiere, im Hunsrück etwa 500 bis 1.000 Tiere und im rheinland-pfälzischen Teil des Taunus östlich des Rheins etwa 100 bis 200 Tiere.

Das zweite Verbreitungsgebiet umfasst Wälder im Harz, Solling, Kyffhäuser, die übrigen Waldgebiete Nordthüringens und den Hainich. Aus dem unmittelbar südlich angrenzenden Thüringer Wald und der Rhön gibt es bis heute keinen Nachweis einer fest etablierten Population, obwohl die Wälder geeignet wären. In Bayern ist es im Spessart gelungen, Wildkatzen wieder anzusiedeln. Hier mehren sich die Nachweise vom Spessart, über die Haßberge, die Oberpfalz in Richtung Bayerischer Wald. Dem Verbreitungszentrum in Mitteldeutsch­land kommt perspektivisch eine Schlüsselrolle als Bindeglied zwischen den Vorkommen Ost- und Westeuropas zu.

Der BUND hat einen interaktiven Wildkatzenwegeplan auf geOps erstellt.

Seit 2011 führt der BUND eine bundesweite Wildkatzen-Gen-Inventur durch, um mehr über die Wildkatzenvorkommen im Land zu erfahren und vor allem, um Daten über den Austausch zwischen den Populationen und den Wanderbewegungen der Tiere zu erhalten.

Wildkatzen in Europa

Außerhalb Deutschlands findet man Wildkatzen auf der iberischen Halbinsel, in Schottland, Italien, auf dem Balkan, in Ostfrankreich bis Belgien. Zwischen diesen Vorkommen findet vermutlich aufgrund der großräumigen Isolation der Gebiete kein nennenswerter Austausch mehr statt.

In Osteuropa sind zwar zurzeit noch mehr Wildkatzen als in West- und Mitteleuropa zu finden. Durch (teilweise illegale) Jagd und mangelndes Schutzmanagement nimmt die Zahl jedoch schneller ab als in anderen Gebieten. 

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