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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

BUND-Schutzgebiete

Der BUND ist nicht nur politisch unterwegs, unsere zahlreichen Orts- und Kreisgruppen - häufig unterstützt durch die BUND-NRW-Naturschutzstiftung - betreiben überall im Land aktive und erfolgreiche Naturschutzarbeit. Ob Wiesen, Weiden, Höhlen, Heiden, Streuobstbestände, Gewässer oder Wälder - der BUND ist vor Ort ein Garant dafür, biologische Vielfalt zu bewahren und dauerhaft zu sichern. An dieser Stelle wollen wir eine kleine Auswahl der BUNDschutzgebiete in NRW vorstellen.

Dellbrücker Heide

Die Dellbrücker Heide.  (Holger Sticht)

Das Naturschutzgebiet Dellbrücker Heide im Nordosten Kölns ist ein echtes Kleinod im Naturraum Bergische Heideterrasse. Die herausragende Zahl von rund 420 Pflanzenarten kommt auf dem 40 Hektar großen, ehemaligen militärischen Übungsplatz vor. Die Dellbrücker Heide ist aber vor allem ein Refugium für Arten von Sandtrockenrasen und Sandginsterheiden. Egal ob Blauflügelige Ödlandschrecke, Kreuzkröte, Zauneidechse, Schwalbenschwanz, Neuntöter oder Berg-Sandglöckchen - sie alle können nur überleben, wenn dynamische Prozesse nachgestellt und die Verbuschung in Grenzen gehalten wird. Deswegen sind BUND-Mitglieder, aber auch Ziegen-, Esel- und Schafherden regelmäßig im Gelände, um diese offenen Lebensräume zu erhalten. Aber auch Öffentlichkeitsarbeit und Erholungslenkung gehören zum Aufgabenbereich des BUND Köln.

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Welter Bach

Auenkomplex Welter Bach.  (Martin Groß)

Inmitten des Kernmünsterlandes, wenige Kilometer nördlich von Dülmen, erstreckt sich seit 1989 das 42 Hektar große Naturschutzgebiet „Bachauenkomplex am Welter Bach“. Es ist Teil eines großen regenerierten Grünlandkomplexes mit aktiver Bachauendynamik. Feuchte Weiden und nasse Wiesen wechseln sich ab mit Teichen, Hecken und Streuobstweiden. Weißstorch, Großer Brachvogel, Bekassine, Kiebitz und Laubfrosch sind gefährdete Arten der Roten Liste, die hier ein Refugium gefunden haben. Die Wiesen sind im Mai aufgrund der massenhaften Blüte des Breitblättrigen Knabenkrauts, einer seltenen Orchideenart, purpurrot eingefärbt. Die Nonnengans besitzt hier einen ihrer wenigen Brutplätze in NRW. Insgesamt dient das Schutzgebiet über 100 Vogelarten als Rastplatz, Brut- oder Nahrungsrevier.

Die BUND Ortsgruppe Dülmen kümmert sich hier gemeinsam mit engagierten Landwirten, um Öffentlichkeitsarbeit, vielfältige Naturschutzmaßnahmen und die Beweidung mit Galloway-Rindern. 

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Obstblütenlandschaft Bornheim

Die ehemalige Quarzsandgrube Brenig.  (Dirk Jansen)

Die rund 120 Hektar große Obstblütenlandschaft liegt im Vorgebirge bei Bonn. Es ist eine besonders reizvolle Landschaft, die seit Jahrhunderten durch den Obstanbau geprägt ist. Auch heute noch wechseln hier Streuobstwiesen, Brachland, Brombeerhecken, kleine Wälder und Gehölze einander ab. Darin eingebettet liegen als besondere ökologische Juwelen eine Quarz- und eine Kiesgrube mit Teichen, Tümpeln und Sandtrockenrasen. Nahezu das gesamte Projektgebiet steht unter Naturschutz. Springfrosch, Gelbbauchunke, Gemeiner Wasserschlauch, Acker-Löwenmaul, Schwarzkehlchen und Turteltaube sind nur einige der zahlreichen seltenen Arten, die hier noch vorkommen.

Der BUND im Rhein-Sieg-Kreis bemüht sich hier gemeinsam mit örtlichen Vereinen, Pferdehaltern und Landwirten darum, die außergewöhnliche Vielfalt des Gebiets zu erhalten und weiterzuentwickeln. Zu den Aufgaben zählen Öffentlichkeitsarbeit, Beweidung und andere vielfältige Naturschutzmaßnahmen.

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Fledermausrefugium Kattenstein Höhle

BUND-Fledermausschützer vor der Kattenstein-Höhle.  (Bernd Meier-Lammering)

Mit über 200 Metern Ganglänge gehört die „Höhle im Kattenstein“ (Kreis Soest) zu den bedeutendsten und schönsten Naturhöhlen des nördlichen Sauerlandes. Die Höhle bietet Lebensraum für typische auf Höhlen spezialisierte Flohkrebse, Asseln, Mücken und Milben und steht seit 2004 unter Naturschutz. Zahlreiche Fledermäuse nutzen die touristisch nicht erschlossene Höhle als Winterquartier. Als Teil des Naturschutznetzwerkes „Natura 2000“ besitzt die Kattensteinhöhle auch europäischen Schutzstatus.

In monatelanger Arbeit hat die BUND-Ortsgruppe Lörmecketal den Höhlenzugang von Müll und Trittbelastungen befreit und gegenüber ungebetenen Besuchern gesichert. Zum Schutz der Fledermäuse wurde der Zugang mit einem Eisengitter verschlossen. Heute ist die BUND NRW Naturschutzstiftung Eigentümerin der Höhle. Damit ist dieses ökologische Kleinod dauerhaft gerettet.  

Höhlenbilder

 

 

BUND-Bunker in der Eifel

Arbeitseinsatz am Bunker.  (Dirk Jansen)

Die BUND NRW Naturschutzstiftung ist Eigentümerin eines ehemaligen so genannten Westwall-Bunkers in Hellenthal-Udenbreth. Sie hat den Bunker für den Naturschutz übernommen und damit dauerhaft vor dem drohenden Abriss bewahrt. In dem Bunker wurden u.a. überwinternde Fledermäuse nachgewiesen.

Zwischen 1936 und 1940 wurde auf Befehl der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entlang der ehemaligen westdeutschen Reichsgrenze der sogenannte Westwall errichtet. Zwischen Kleve und Basel entstanden an der Befestigungslinie rund 17.000 Bunker. Nach dem Krieg wurden die meisten Wehranlagen durch die Besatzungsmächte gesprengt und gerieten anschließend weitgehend in Vergessenheit. Nur vereinzelt nahmen Umwelt- und Denkmalschützer Notiz von den historischen Anlagen.

Im Laufe der Jahrzehnte siedelten sich im Bereich der Befestigungsanlagen zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten an. Die Natur eroberte sich den Raum zurück. Heute erinnert nicht mehr viel an die kriegerischen Ziele, für die die Bunker ab 1938 einst gebaut worden waren. Es haben sich die Flächen mit den Bunkerresten und ehemaligen Panzersperren aber zu einem wundervollen Kleinod für seltene Tiere und Pflanzen entwickelt.

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