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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Zwergfledermaus

(Pipistrellus pipistrellus)

Lebensweise

Zwergfledermaus  (Bernd Meier-Lammering)

Die Zwergfledermaus bevorzugt, ebenso wie viele andere Fledermausarten, Nischen und Hohlräume an der Außenfassade der Gebäude als Quartierstandort. Unter den "Hausfledermäusen" ist sie noch am häufigsten verbreitet und ein typischer Bewohner von Dörfern und Großstädten. Ein Zwergfledermausquartier am Haus ist in der Regel nicht das ganze Jahr über belegt, denn Fledermäuse stellen je nach Jahreszeit unterschiedliche Ansprüche an ihre Quartiere. Die klimatischen Anforderungen an ein Sommerquartier unterscheiden sich völlig von denen eines Winterquartiers. Zudem gibt es im Jahresverlauf der Fledermäuse Quartierformen, die nur saisonal genutzt werden (z.B. Paarungsquartiere während der Paarungszeit). Im Gegensatz zu vielen anderen Fledermausarten überwintern Zwergfledermäuse nicht grundsätzlich in unterirdischen Quartieren, sondern können auch in tiefen Spalten und Fugen im Außenmauerwerk den Winter verbringen.

Die Zwergfledermaus wird in der aktuellen Roten Liste NRW (2011) nicht mehr als gefährdet geführt, obwohl sie als Kulturfolger besonders von Sanierungsmaßnahmen betroffen ist. Angesichts einer landesweiten "Sanierungswelle" ist es fraglich, ob sich dieser Status langfristig halten lässt.

Kontakt

Bernd Meier-Lammering

Fledermausexperte, BUND Herford
E-Mail schreiben Mobil: 0178 / 121 0374

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