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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

BUND: Keine Putenmast in Mechernich – Vorrang für Tierschutz

11. Januar 2011 | Landwirtschaft, Massentierhaltung

Intensivmast nicht tierschutzgerecht

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft dazu auf, die Planung einer neuen Putenmastanlage in Mechernich zurückzuziehen. „Egal an welchem Standort: Die Intensivmast von Puten ist in keiner Weise tierschutzgerecht“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. Umfassende Studien des BUND-Landesverbandes in den Jahren 2003 und zuletzt 2008 haben gezeigt, dass landesweit in fast allen Ställen drangvolle Enge herrscht, es den Tieren an Auslauf fehlt und ihnen die Schnäbel gekürzt werden.

Besonders problematisch sind aus BUND-Sicht die hohe Besatzdichte und die
auf unnatürlich schnelles Wachstum ausgerichtete ‚Extremzucht’. Viel zu viele Tiere auf engem Raum und die schnelle Gewichtszunahme führen in der Praxis dazu, dass die an sich lauffreudigen Tiere in der Endphase der Mast immer länger und dicht beieinander am Boden liegen. Die Einstreu im Stall kann dann kaum noch gewechselt werden und verkotet. Die Tiere bepicken sich in Folge der Monotonie oft gegenseitig und fügen sich dabei Verletzungen zu. Weitere Folge derartig intensiver Haltungsbedingungen sind u.a. schmerzhafte Skelettkrankheiten.

Der der Landesverband und die Kreisgruppe Euskirchen des BUND lehnen diese
Art der Tierhaltung deshalb aus grundsätzlichen Erwägungen ab.

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