Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Internationaler Tag der biologischen Vielfalt: Situation in NRW ist alarmierend

21. Mai 2019 | Freiraumschutz, Lebensräume, Naturschutz, Tiere und Pflanzen

BUND kritisiert Landesregierung

[Foto: Adalbert Niemeyer-Lüllwitz]

Anlässlich des Internationalen Tags der biologischen Vielfalt am 22. Mai weist der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf die höchst alarmierende Situation der biologischen Vielfalt in NRW hin.

„Die Landesregierung aus CDU und FDP tut nicht nur nichts gegen den Schwund der biologischen Vielfalt, sie tut seit zwei Jahren alles dafür, dass dieser negative Trend verstärkt wird“, sagt Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND.

Als Beispiele zählt er den neuen Landesentwicklungsplan mit der Aufgabe des zweiten Nationalparks und der Aufgabe des Ziels, den Flächenverbrauch zu reduzieren, das Aussetzen des Vorkaufsrechts für Naturschutzverbände in Naturschutzgebieten, das tier- und naturschutzwidrige Jagdgesetz sowie die 30%-Kürzung beim Naturschutzhaushalt auf.

Vor diesem Hintergrund stelle der Kongress „Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren“, welchen die Landesregierung für den 3. Juni angekündigt hat, ein peinliches Manöver dar. „Laschet hat als letzter im Lande nun auch bemerkt, dass Artenschutz ein Wahlkampfthema sein kann. Und er hat Angst vor einem Volksbegehren Artenvielfalt, wie es in Bayern gerade erfolgreich gewesen ist“, so Sticht.

Der BUND fordert die Landesregierung auf, verbindliche Ziele für die Reduktion des Flächenverbrauchs im Landesentwicklungsplan festzuschreiben und die Kürzung des Naturschutzhaushalts zurückzunehmen.

Auch in NRW sind mittlerweile etwa 45 Prozent der untersuchten Organismen und Ökosysteme gefährdet oder bereits verschwunden, Tendenz steigend. Feldhamster, Bekassine oder die Rautenfarne sind populäre Beispiele für Arten, die gerade aussterben oder ausgestorben sind. Allein bei den Wildbienen sind 50 Prozent der Arten bereits ausgestorben oder in unterschiedlichem Maße gefährdet.  

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb