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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat – Danke für die großartige Unterstützung!

03. Juli 2017 | Landwirtschaft

Welch großer Erfolg! Gemeinsam mit rd. 100 Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheitsorganisationen aus ganz Europa haben der BUND und weitere deutsche NGOs zur Beteiligung an der Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat aufgerufen. Darin fordern wir:

  • Glyphosathaltige Herbizide zu verbieten, da sie in direktem Zusammenhang mit Krebserkrankungen beim Menschen stehen und die Ökosysteme schädigen
  • Sicherzustellen, dass die für die offizielle Genehmigung innerhalb der EU notwendige, wissenschaftliche Beurteilung von Pestiziden ausschließlich auf publizierten Studien basiert, welche von zuständigen Behörden in Auftrag gegeben wurden und nicht von der Pestizidindustrie.
  • EU-weite, obligatorische Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festzulegen, um das mittelfristige Ziel einer pestizidfreien Zukunft zu erreichen.

Unser Ziel, mindestens 1 Mio. Unterschriften zu sammeln, wurde nun bereits in weniger als 5 Monaten erreicht und noch deutlich übertroffen: Bis heute haben mehr als 1,3 Mio. Menschen aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten die Bürgerinitiative unterzeichnet. Nun muss sich die EU-Kommission in einem formalen Verfahren unseren Forderungen stellen.

Der BUND NRW dankt allen, die auch in Nordrhein-Westfalen hieran mitgewirkt haben! Das Ergebnis ist nicht nur ein starkes Signal an Politik und Wirtschaft, sich von Roundup und Co zu verabschieden, sondern ebenso für ein Miteinander und die Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Zivilgesellschaft.

Zum Hintergrund: Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und ein sogenanntes Totalherbizid. Bekannt ist es vor allem unter dem Markennamen 'Roundup', ein Produkt von Monsanto. Es wird auf fast 40 Prozent der deutschen Äcker eingesetzt und trägt somit maßgeblich zum Artensterben in unserer Agrarlandschaft bei. Erst kürzlich hat die EU-Kommission bekanntgegeben, eine Wiederzulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre zu planen. Voraussichtlich am 19. Juli 2017 werden die Vertreter der Mitgliedsstaaten über eine Wiederzulassung diskutieren. Eine Entscheidung der EU-Kommission dazu muss bis Ende des Jahres fallen, da zu diesem Zeitpunkt die Zulassung von Glyphosat ausläuft.

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