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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

„Christdemokraten und Freie Demokraten begrüßen das Klimaschutzabkommen von Paris und bekennen sich zu dem Ziel, dass die Welt in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts weitgehend treibhausgasneutral wirtschaften soll“, so steht es im Koalitionsvertrag für NRW 2017-2022. So weit, so gut.

Weiter heißt es dann aber, dass die "klimapolitisch unwirksame und bürokratische Bevormundung" in NRW beendet werden müsse und "das Landes-Klimaschutzgesetz von Regelungen, die über die Ziele und Maßnahmen der Europäischen Union hinausgehen", befreit würde. Dann folgt ein klares Bekenntnis zur fortdauernden Braunkohlenverstromung und ein Generalangriff auf die Windenergie: 1.500 Meter Mindestabstand zu Wohngebieten, keine Windenergieanlagen in forstlichen Holzplantagen, Streichung von Ausbauzielen, usw. usf.

Mir fehlt die Fantasie, wie die neue Landesregierung so die Paris-Ziele erfüllen will. Man darf gespannt sein, wie Schwarz-Gelb jetzt den Koalitionsvertrag umsetzt. Einen Kohlekonsens sehe ich allerdings in immer weitere Ferne rücken.

Was bleibt, ist der zivilgesellschaftliche Widerstand gegen ein Politik, die das klimaschutzpolitisch Erforderliche verweigert. Mit unseren Rote Linie-Aktionen gegen die Kohle leisten wir dazu einen unübersehbaren Beitrag. Machen Sie mit!

Herzliche Grüße

Dirk Jansen, BUND NRW

 

 

 

 
Roten Linie am Tagebau Hambach

Am 26. August zeigen wir RWE und der Regierung die Rote Linie auf: Bis hierhin und nicht weiter ist die Botschaft, wenn wir uns im Gebiet des geplanten Tagebaus mit unserer Menschenkette zwischen die Braunkohlenbagger und den Hambacher Wald sowie die bedrohten Dörfer stellen. Im Trägerverein der Großdemonstration sind neben dem BUND und der BUNDjugend, auch Greenpeace, die Klima-Allianz Deutschland und der NABU vertreten. Sei die Rote Linie!

(K)ein Platz für Braunkohle-Protest?!?

Ebenfalls für Ende August plant die BUNDjugend das >camp for [future]<, auf dem sich rund 300 junge Menschen über Themen wie Klimaschutz, Zukunftsfähigkeit und globale Gerechtigkeit austauschen. Das  Camp soll im Umfeld des Tagebau Hambach gekoppelt mit zahlreichen friedlichen Protesten stattfinden. Doch die Kommunen weigerten sich, eine Fläche für die Veranstaltung bereit zu stellen. Jetzt hat die BUNDjugend das Camp in Kerpen-Buir als Demonstration angemeldet. mehr

Rote Linie zur Tour de France

Die zweite Etappe der Tour de France führte am letzten Sonntag geradewegs in das Tagebaugebiet Garzweiler. BUND und Bürgerinitiativen bildeten das Empfangskomitee: Mit der Botschaft "Coal kills" und einer Roten Linie wiesen wir daraufhin, dass die Tour keineswegs nur durch blühende Landschaften rollt, sondern auch durch ein ökologisches Notstandsgebiet. Die ARD berichtete live von der Aktion. mehr

Das Shirt zum Protest

Passend zum Kohle-Protest haben wir ein schickes T-Shirt kreiert. Die Vorlage zum Selberbedrucken stellen wir auf Wunsch gerne zur Verfügung (Mail an rote.linie@bund-nrw.de). Für BUND-Aktive hält der BUND-Bundesverband zudem das Klima-Kohle-Aktionspaket mit neuem Aktionsmaterial (Armbänder und Aktionsschilder) sowie Infomaterial zur deutschen Klima- und Energiepolitik bereit. Jetzt Aktionspaket bestellen 

Spätfolgen des Tagebaus (1)

Mit der Tagebausümpfung sind auch Bodensenkungen verbunden, die zukünftig bis zu 7 Meter und mehr betragen können. Auch nach Ende der Wasserhaltung und mit dem langsamen Wiederanstieg des Grundwassers sind diese Senkungen nicht vollständg reversibel. Die Folge: Es treten Vernässungen auf. Was gut für die Natur sein mag, ist für Häuslebauer wenig erbaulich. Im Rahmen eines groß angelegten Untersuchungsprogramms soll jetzt eine Risikoabschätzung möglich werden. mehr

Spätfolgen des Tagebaus (2)

Welche Gefahr geht von den jahrzehntelang ungeregelt in den Tagebauen verkippten Kraftwerksaschen aus? Diese Frage wird derzeit im Rahmen einer vom BUND angestoßenen Untersuchung unter Federführung des NRW-Umweltministeriums nachgegangen. Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollte die mit dem Untersuchungsvorhaben beauftragte Ruhr-Uni Bochum im Sommer 2017 die Ergebnisse vorlegen. Noch laufen aber die Laborversuche. mehr 

Anti-Kohle-Kampf in NRW

Die Geschichte des politischen und juristischen Widerstandes gegen die Gewinnung und Förderung von Braunkohle im Rheinland ist lang. Seit nunmehr fast 40 Jahren wehren sich Umweltschützer*innen, Kirchen, Bergbaubetroffene und Kommunen gegen die Tagebaue und Kraftwerke. Doch was hat der Widerstand gebracht? Der Gastbeitrag von Dirk Jansen im "Kursbuch Kohleausstieg" geht diesen Fragen nach.  mehr