Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
das Corona-Virus zeigt uns schmerzhaft auf, wie verletzlich unsere Wirtschafts- und Sozialsysteme sind. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die globale Klimakrise eine noch größere existenzielle Bedrohung darstellt. Trotzdem handelt die Politik nicht mit gleicher Konsequenz. Hier in NRW fräsen sich die Braunkohlenbagger immer weiter auf die Garzweiler-Dörfer zu und mit Datteln 4 soll sogar ein neues Kohlekraftwerk ans Netz gebracht werden. Das hat mit Klimaschutz nichts zu tun und ist schlichtweg verantwortungslos gegenüber der Allgemeinheit und den nachfolgenden Generationen.
Ganz aktuell sehen wir, wie konkret sich der Klimawandel auch auf NRW auswirkt: Waldbrände häufen sich, die Böden sind ausgetrocknet, der Grundwasserspiegel hat sich noch nicht von der letztjährigen Dürre erholt, unsere Natur leidet.
Trotzdem zeigen die Regierungen in Bund und Land keinerlei Ehrgeiz, den Kohleausstieg zügig anzupacken. Im Gegenteil. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass es vor der Sommerpause kein Kohleausstiegsgesetz geben wird. Damit wird es immer unwahrscheinlicher, dass in 2020 überhaupt ein zusätzlicher Kohlemeiler vom Netz geht. Stattdessen droht aber schon bald die Inbetriebnahme des Kraftwerks-Schwarzbaus Datteln 4.
Dagegen macht der BUND trotz Corona auch weiter mobil - online und auf der Straße. Machen Sie mit!
Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!
Dirk Jansen, Geschäftsleiter BUND NRW