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Windenergie oder Braunkohle? Die Landesregierung setzt auf letzteres. [Foto: Dirk Jansen]

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

im Schatten der Corona-Pandemie setzt die NRW-Landesregierung ihren Angriff auf die Windenergie fort, bringt eine völlig unzureichende Novellierung des Landesklimaschutzgesetzes auf den Weg und schränkt Beteiligungsrechte ein. Gleichzeitig lässt sie weiter Dörfer wie Lützerath für die Braunkohle zerstören und genehmigt Erweiterungen des Tagebaus Hambach. Angesichts des bevorstehenden Bundestagswahlkampfes ist das eine klare Botschaft der Regierung Laschet: Klimaschutz ist nachrangig, die Interessen von RWE und Co. gehen vor.

Der BUND sieht dem nicht tatenlos zu. Auch wenn Großaktionen derzeit wegen Corona noch immer nicht planbar sind, verschaffen wir uns Gehör. Wie aktuell mit dem Online-Appell an Armin Laschet, seine Windenergie-Blockade aufzugeben. Gemeinsam mit der Kampagnenplattform Campact haben wir heute die Aktion gestartet - machen auch Sie mit!

Alles Gute und bleiben Sie gesund!

Dirk Jansen, Geschäftsleiter BUND NRW

 
Landesregierung bremst Windenergie weiter aus

Nach dem Willen der Landesregierung soll zukünftig ein Mindestabstand von 1.000 m von der Mitte des Mastfußes einer Windenergieanlage bis zur nächstgelegenen zusammenhängenden Bebauung mit mindestens zehn Wohngebäuden gelten. Diese müssen noch nicht einmal permanent bewohnt sein. Dafür soll jetzt ein Gesetz geändert werden. Damit nutzt die Landesregierung eine Ermächtigungsgrundlage des Baugesetzbuches besonders restriktiv aus. Der Bau von Neuanlagen wird damit ebenso erschwert wie der Ersatz alter Windräder durch neue, deutlich effizientere. Ein beispielloser Rückschritt.  BUND-Stellungnahme zum Gesetzentwurf

Ministerpräsident Armin Laschet will NRW zur Windenergie-Verbotszone machen.
Windkraft-Verbot stoppen

Ministerpräsident Armin Laschet will NRW zur Verbotszone für Windräder machen - ein weiterer Angriff auf den Klimaschutz. Der naturverträgliche Ausbau der Windenergienutzung würde dadurch blockiert. Noch können wir sein Gesetz stoppen. Gemeinsam mit der Kampagnenplattform Campact haben wir deshalb heute einen Appell gestartet: Wer die Erneuerbaren sabotiert, wird kein Kanzlerkandidat. Appell unterschreiben

"Klimaschutz" made in NRW: Das Kohlekraftwerk Datteln 4. [Foto: Thomas Krämerkämper]
Klimaschutzgesetz: Ziel verfehlt

Mit der Novellierung des Klimaschutzgesetzes NRW und einem neuen Klimaanpassungsgesetz will die Landesregierung dem Pariser Klimaabkommens genügen. Doch daran scheitert sie. Ein 55 %-CO2-Minderungsziel bis 2030 ist unzureichend, die Gesetze bleiben zu unverbindlich, der Klimaschutzplan wird gleich ganz gestrichen. Im Rahmen der Verbändeanhörung haben wir Stellung bezogen. mehr

War die Fällung der Baumallee am Tagebau Garzweiler illegal? [Foto. Dirk Jansen]
Streit um Umweltinformationen

War die Fällung der Bäume entlang der L277 am Tagebau Garzweiler illegal? Um das herauszufinden, haben wir nach dem Umweltinformationsgesetz bei der Bergbehörde die Herausgabe von aussagekräftigen Unterlagen beantragt. Dem wurde bis heute nicht vollständig nachgekommen. Begründung: Es müsse unterstellt werden, dass die gewünschten Informationen zu gezielten Anschlägen genutzt würden. mehr

Das Land NRW hat einen neuen Hauptbetriebsplan für Hambach zugelassen. [Foto: Dirk Jansen]
Hambach-Erweiterung genehmigt

Schafft RWE im Tagebau Hambach unter Missachtung der neuen Braunkohle-Leitentscheidung Fakten? Das zumindest lässt die neue Hauptbetriebsplanzulassung vermuten, die dem Kohlekonzern gestattet, den Tagebau im Südosten auf neue Flächen auszudehnen. Eine genaue Prüfung ist derzeit nicht möglich. Die  Bezirksregierung Arnsberg verweigert dem BUND auch in diesem Falle die Herausgabe aussagekräftiger Planunterlagen. mehr

Das belgische AKW Doel weist eine lange Historie an Störfällen auf.
Illegaler Brennelemente-Export

Der belgische Pannenreaktor Doel wird durch die Belieferung mit deutschen Brennstäben am Leben gehalten. Deshalb hat der BUND Widerspruch gegen die erteilte Exportgenehmigung eingereicht. Damit war die Genehmigung nicht vollziehbar. Trotzdem hat die  Framatome-Tochter ANF die Lieferung aus Lingen im Januar in Teilen vollzogen. Wir haben deshalb Strafanzeige erstattet und bereiten weitere rechtliche Schritte vor. mehr

Erörterungstermine zum Ausgleich der Meinungen können zukünftig wegfallen. [Foto: Dirk Jansen]
Störfaktor Bürger*innen-Beteiligung

Die Landesregierung will die Öffentlichkeitsbeteiligung weiter einschränken. Bei der Aufstellung von Regional- oder Braunkohlenplänen sollen die Beteiligungsfristen halbiert werden. Die Durchführung eines Erörterungstermins zur Diskussion der Einwendungen von Bürger*innen und Umweltverbänden soll ganz wegfallen können. Die kritische Öffentlichkeit wird offenbar nur noch als Störfaktor gesehen. mehr

Immer aktuell informiert

Aktuelle Infos, Videoclips und Kommentare rund um das Energieland NRW finden Sie immer unter twitter.com/bund_nrw und www.facebook.com/bund.nrw

 

Helfen Sie mit, dass wir unsere Klagen für mehr Klimaschutz und gegen die Braunkohlentagebaue erfolgreich fortsetzen können! BUND-Spendenkonto: IBAN: DE26 3702 0500 0008 2047 00, BIC: BFSWDE33XXX

 
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