Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
ungeachtet aller Festlegungen im Koalitionsvertrag und ungeachtet aller Appelle des Deutschen Bundestages hat die RWE Power AG weitere Vorbereitungen zur Zerstörung des Dorfes Lützerath für den Braunkohlentagebau Garzweiler getroffen. Aber der heutige Versuch, das gallische Dorf mit einem Wall zu umgeben, ist erst einmal am Widerstand von Aktivist*innen gescheitert. Der Vorfall zeigt, wie groß der Handlungsbedarf ist: Die neue Landesregierung muss schnell Gespräche mit dem RWE beginnen, mit dem Ziel, Lützerath zu erhalten. Denn die Braunkohle unter Lützerath wird selbst vor dem Hintergrund der durch Putins Angriffskrieg auf die Ukraine ausgelösten aktuellen Gaskrise nicht benötigt. Setzt RWE trotzdem sein Zerstörungswerk fort, droht dem Rheinischen Revier ein erneuter heißer Herbst. Das ist vermeidbar.
Genauso vermeidbar wäre es gewesen, dem Düsseldorfer Energiekonzern und dessen gescheitertem Geschäftsmodell mit Steuermilliarden das wirtschaftliche Überleben zu sichern. Die Frage darf gestellt werden, ob nicht eine geordnete Insolvenz des Unternehmens und eine direkte staatliche Unterstützung der Stadtwerke die bessere Option gewesen wäre. Aber die Bundesregierung hat sich anders entschieden.
Bleibt zu hoffen, dass jetzt nicht überall der energiepolitische Roll-back einsetzt. Die Ewiggestrigen würde es freuen.
Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund
Ihr Dirk Jansen, Geschäftsleiter