Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
trotz aller (berechtigten) Kritik am Koalitionsvertrag der "Ampel": der Kohleausstieg wird beschleunigt, fünf weitere Garzweiler-Dörfer bleiben erhalten, die erneuerbaren Energien erhalten endlich Priorität. Das ist nicht zuletzt auch ein Erfolg der Klimabewegung, die nicht locker lässt, dass klimaschutzpolitisch und ökologisch Notwendige einzufordern. Doch jetzt muss sich endlich auch die Landespolitik ändern! Wir brauchen schnell eine neue Braunkohle-Leitentscheidung, die weitere sinnlose Zerstörungen zugunsten der Tagebaue ausschließt. Bis dahin muss ein Moratorium gelten. Und wir brauchen eine Energieversorgungsstrategie, welche den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien forciert, ohne das Artenschutzrecht oder die Bürgerbeteiligung auszuhebeln. Dass wir mehr Tempo bei der Energiewende brauchen, unterstreicht auch der Umstand, dass sich die Stromerzeugung aus Braunkohle in 2021 um rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhte.
Wir werden also auch im neuen Jahr nicht locker lassen, damit NRW auf einen mit dem Pariser 1,5 Grad-Ziel konformen Pfad kommt. In 2022 stehen wichtige Entscheidungen an: Unsere Klagen gegen die Kohlekraftwerke Datteln IV und Lünen werden aller Voraussicht nach ebenso entschieden, wie die Klagen gegen die Erweiterung des Tagebaus Hambach und unsere dortige Zwangsenteignung. Auch eine Entscheidung über unsere Normenkontrollbeschwerde gegen den windenergiefeindlichen Landesentwicklungsplan steht an.
Ganz herzlich möchte ich mich bei all denen bedanken, die unsere Arbeit auch in diesem Jahr wieder so tatkräftig unterstützt haben. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, unser Land auch in 2022 wieder ein Stück zukunftsfähiger zu machen.
Ich wünsche Ihnen eine frohe Weihnachtszeit und bleiben Sie gesund!
Ihr Dirk Jansen, Geschäftsleiter