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Windenergieanlagen am Tagebau Garzweiler. [Foto: Dirk Jansen]

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

was kommt nach Lützerath? Für die Klimabewegung ist klar: Solange die Kohle noch im Boden ist, lohnt sich weiterer Widerstand. Genauso wichtig bleibt aber, jetzt deutlich mehr Tempo beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien zu machen. Anders lässt sich die schwere Klimaschutz-Hypothek durch die Ausweitung der Braunkohlenförderung nicht abmindern.

Es ist also höchste Zeit, die Schranken für die naturverträgliche Nutzung von Sonne, Wind und Co. abzubauen. So ist etwa die Umsetzung der zwischen Schwarz-Grün vereinbarten landesweiten Solarpflicht überfällig. Auch muss der 1.000 Meter-Mindestabstand von Windenergieanlagen zu Siedlungen schnell wegfallen. Beide Vorhaben fallen ins Ressort der CDU-Bauministerin Scharrenbach, die auch schon in der letzten Legislaturperiode auf der Bremse stand.

Was wir nicht brauchen, ist eine neue Debatte um Erdgas-Fracking und die Atomenergie, wie sie von der FDP in inhaltlichem Schulterschluss mit der AfD angestrebt wird. Mit den Konzepten der Vergangenheit die Probleme von heute und morgen lösen zu wollen, kann nicht gelingen. In diesem Sinne...

herzliche Grüße

Ihr Dirk Jansen, Geschäftsleiter

 
Windenergie kontra Braunkohlenstrom bei Grevenbroich. [Foto: Dirk Jansen]
Windenergieausbau braucht Schwung

Gemessen an dem von der Regierungskoalition selbst definierten Ziel, in dieser Legislaturperiode 1.000 neue Windenergieanlagen in NRW zu bauen, ist die tatsächliche Situation ernüchternd. Im Jahr 2022 wurden gerade einmal 98 neue WEA in Betrieb genommen. Wir brauchen deshalb mehr Tempo beim naturverträglichen Ausbau. Das heißt: Wegfall der 1.000 Meter-Abstandsregel, schnelle Ausweisung von Windenergiegebieten in den Regionalplänen, Öffnung der Forst- und Kalamitätsflächen, gut gemachte Go-to-Areas, Förderung der Bürgerenergie. ...mehr Infos

Vorstellung des 10-Punkte-Plans im Landtag. [Foto: B. Königs]

Wandel im Revier

Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Akteure fordert eine Neujustierung des Strukturwandelprozesses im Braunkohlenrevier. Gemeinsam mit dem NABU und der AbL hat der BUND einen „10-Punkte-Plan für einen klimagerechten und naturverträglichen Wandel im Rheinischen Revier“ vorgestellt. Darin fordern wir eine Abkehr von der allein auf wirtschaftliche Belange ausgerichteten Strukturwandelpolitik. Den Herausforderungen der Klima- und Biodiversitätskrise kann nur durch die konsequente sozial-ökologische Transformation begegnet werden, ein „Weiter-so-wie-bisher“ darf es nicht geben.  ...mehr

Der Tagebau Garzweiler soll auch der Materialgewinnung zur Rekultivierung dienen. [Foto: Arend Dechow]

Gewerbegebiete oder Natur

Lützerath, so die offizielle Begründung, musste auch weichen, um Material zur Rekultivierung des Tagebaus Garzweiler zu gewinnen. Allerdings beruhen die Abbauplanungen allein auf RWE-Angaben, die lediglich auf Plausibilität geprüft wurden. Alternative Abbau- und Restlochszenarien wurden bislang nicht untersucht. Dabei hatte ein Regierungsgutachter eine Variante aufgezeigt: Der Verzicht auf die vollständige Verfüllung des östlichen Restlochs könnte im Westen des Tagebaus 100 Hektar Fläche retten und im Osten ein ökologisches Leuchtturmprojekt ermöglichen. Dort will allerdings Jüchen lieber Gewerbeflächen schaffen. ...mehr

BUND-Protest bei Lützerath. [Foto: Kerstin Ciesla]
Demo-Nachlese

35.000 Menschen haben am 14. Januar 2023 am Tagebau Garzweiler dafür demonstriert, dass die Braunkohle unter Lützerath im Boden bleibt. Seitdem wird nicht nur heftig über die energiepolitische Notwendigkeit des Tagebaus Garzweiler debattiert, auch der Polizeieinsatz ist umstritten. Zur Nachlese im BUND-Magazin.

Das Fracking-Verbot muss bestehen bleiben.
Gegen Fracking

Die FDP im Landtag will den Einsatz der geächteten Fracking-Technologie zur Erschließung unkonventioneller Gasvorkommen in NRW "ergebnisoffen prüfen". Auf einer entsprechenden Anhörung hat der BUND erneut die großen Risiken für die Umwelt, insbesondere den Gewässerhaushalt klargestellt. "Clean Fracking" gebe es nicht, zudem sei die Klimabilanz verheerend. BUND-Stellungnahme

Die kleine Wasserkraft: Wenig Ertrag, großer Eingriff in die Fließgewässer.
Kleine Wasserkraft

Die "Kleine Wasserkraft" ist höchst umstritten: Relativ geringen Energieerträgen stehen zumeist erhebliche Eingriffe in den Gewässerhaushalt gegenüber. Etwa 400 solcher Anlagen sind in Nordrhein-Westfalen in Betrieb. Der Klimaschutz und der Schutz der Biodiversität geraten damit zwangsläufig in Konflikt. Der BUND hat deshalb Anforderungen an Kleinwasserkraftanlagen formuliert. BUND-Position

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BUND-Spendenkonto: IBAN: DE26 3702 0500 0008 2047 00, BIC: BFSWDE33XXX

 
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