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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

der Ausstieg aus der Braunkohle kommt in NRW bis 2030. Dazu wird der Tagebau Garzweiler weiter verkleinert, fünf Dörfer und drei Höfe werden nicht zerstört und haben somit eine Zukunft. Darauf haben sich Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und der Kohlekonzern RWE geeinigt. Ein toller Erfolg der Klimabewegung, oder?

Bedingt. Diese im stillen Kämmerlein ausgehandelte Vereinbarung schreibt zwar das vorgezogene Kohleausstiegsdatum fest, von einem "Meilenstein für den Klimaschutz", wie unisono von Neubaur und Habeck formuliert, kann aber keine Rede sein. Immerhin sollen noch 280 Millionen Tonnen Braunkohle verfeuert werden, ein Mehrfaches dessen, was zur Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze aus dem Pariser Klimaabkommen noch zu tolerieren wäre.

Dafür soll auch der Weiler Lützerath zerstört werden. Dieser ist längst mehr als ein Symbol des Braunkohlen-Widerstandes: Wissenschaftler*innen haben aufgezeigt, dass die 1,5 Grad-Grenze vor Lützerath verläuft. Im bisherigen Abbaufeld liegt zudem ausreichend Kohle, um den Bedarf selbst in Krisenzeiten für einige Jahre zu decken. Wird die unter den Häusern liegende Kohle verheizt, war's das mit einem ambitionierten Klimaschutz in NRW. Dies auch, weil anderweitige Regierungskonzepte für eine schnelle CO2-Reduktion in anderen Bereichen bislang nicht ersichtlich sind.

Deshalb gehen wir weiter auf die Straße: Am 12. November heißt es "Lützerath schützen - 1,5 Grad-Grenze einhalten". Gemeinsam mit Tausenden Menschen machen wir zur Halbzeit der Weltklimakonferenz deutlich, wo Deutschlands Verantwortung für den Klimaschutz liegt. Seien Sie dabei!

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund

Ihr Dirk Jansen, Geschäftsleiter

 
Demonstration am 12.11.

Unter dem Motto "Lützerath schützen - 1,5 Grad-Grenze einhalten" ruft der BUND zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen für den kommenden Samstag zur Demo am Braunkohlentagebau Garzweiler auf. Los mit dem bunten Programm geht es um 12 Uhr in Lützerath.

Zur Anreise wird ab 10 Uhr ein Bus-Shuttle ab Bahnhof Erkelenz eingerichtet. Der bringt die Teilnehmenden nach Ende der Demo natürlich auch wieder zurück.

Alle Demo-Infos

LDV-Beschluss zu Lützerath

Der BUND fordert die Regierungen in Bund und Land auf, die mit RWE getroffene Vereinbarung zum Kohleausstieg 2030 im Rheinischen Revier so nicht umzusetzen. Die Delegierten auf der Jahreshauptversammlung verabschiedeten einstimmig einen Antrag, in dem Mona Neubaur und Robert Habeck aufgefordert werden, die Kohleförderung im Braunkohlentagebau Garzweiler auf ein mit den Klimaschutzzielen zu vereinbarendes Maß zu reduzieren. ...zum Beschluss

Symbolische Sitzblockade

3.000 Menschen haben schon einmal vor dem Landeswirtschaftsministerium geprobt: Mit einer symbolischen Sitzblockade protestierten sie gegen eine mögliche Räumung des Weilers Lützerath zugunsten der Braunkohlenförderung. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur suchte den Austausch mit den Demonstrierenden. Allein am Ergebnis der Verhandlungen mit dem RWE änderte das nichts. ...mehr

Bundeskabinett beschließt Kohleausstiegsgesetz-Änderung

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (2.11.) die nach der Garzweiler-Vereinbarung  erforderlichen Anpassungen im Gesetz zur Beendigung der Kohleverstromung  trotz aller Proteste beschlossen. Der BUND warnte davor, die jetzt im Westen getroffene Vereinbarung als Vorbild für den Ausstiegspfad im Osten zu nutzen. Die Ampel müsse jetzt schnellstmöglich ihr Versprechen einlösen und den Kohleausstieg bundesweit auf 2030 vorziehen, die Kohleförderung deutlich begrenzen und einen linearen Ausstiegspfad einzuschlagen. ...mehr

Helfen Sie mit und unterstützen sie die BUND-Arbeit für einen schnellen Kohleausstieg und mehr Klimaschutz mit ihrer Spende!

BUND-Spendenkonto: IBAN: DE26 3702 0500 0008 2047 00, BIC: BFSWDE33XXX

 
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