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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

auch wenn wir heute eine bittere gerichtliche Niederlage erlitten haben, werden wir weiter mit allen politischen und juristischen Mitteln gegen den Braunkohlentagebau und für die Rettung der Reste des Hambacher Waldes kämpfen. Mut macht uns nicht zuletzt die Unterstützung vieler Engagierter vor Ort und auch die internationale Solidarität.

Der Widerstand gegen die unverantwortliche Nutzung der Braunkohle braucht einen langen Atem. Dabei setzen wir auch auf Ihre Unterstützung!

Herzliche Grüße

Dirk Jansen, BUND NRW

 
BUND-Widerstand geht weiter

Der Widerstand des BUND gegen den Tagebau Hambach geht weiter. Unmittelbar nach der Urteilsverkündung reichten wir beim Oberverwaltungsgericht des Landes einen Antrag auf Erlass einer Zwischenverfügung für einen Rodungsstopp im Hambacher Wald ein. Damit wollen wir erreichen, dass die Rodungen zumindest solange untersagt werden, bis das OVG in dem dort anhängigen Eilverfahren gegen die Zulassung des Hauptbetriebsplans eine Entscheidung getroffen hat. mehr

Kommentar des BUND-Vorsitzenden

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger zur heutigen Gerichtsentscheidung: "Es ist der Vorsatz der Landesregierung und von RWE Fakten zu schaffen. Sie wollen den uralten Hambacher Wald unwiederbringlich der Kohle opfern, bevor auf Bundesebene der Kohleausstieg besiegelt ist. Diese harte Haltung gießt Öl ins Feuer eines ohnehin aufgeladenen Konfliktes. Das bedauern wir zutiefst. Der Tagebau Hambach kann nicht wie geplant fortgeführt werden, wenn die Klimaziele im Bund und in Nordrhein-Westfalen eingehalten werden sollen." mehr

Hambach-Vergleich abgelehnt

Auch nach dem Scheitern von "Jamaika" redet die ganze Republik über den Kohleausstieg. Nur die RWE Power AG und das Land NRW verweigern bislang jeglichen konstruktiven Beitrag. So lehnten sie in der mündlichen Verhandlung der BUND-Klagen den vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich ab. Dabei bestünde noch genug zeitlicher und räumlicher Spielraum, auf Waldrodungen zu verzichten. mehr

Internationale Solidarität

Viel internationalen Zuspruch bekamen die NRW-Braunkohlegegner*innen anlässlich der UN-Weltklimakonferenz COP23 in Bonn. So erklärte sich zum Beispiel Karin Nansen, Vorsitzende der internationalen Dachorganisation des BUND, Friends of the Earth International (FoEI), solidarisch mit unserem Widerstand. FoEI vereint 75 nationale Mitgliedsorganisationen mit über 2 Millionen Mitgliedern. Auch internationale Journalisten berichteten, u.a. von der Washington Post und der New York Times. mehr

Wald oder Kohle?

Wir erläutern, um was es bei dem Streit um den Braunkohlentagebau geht. mehr

Bilanz der COP23

Der BUND zieht ein gemischtes Fazit der Bonner Verhandlungsergebnisse: Eine "Konferenz der Trippelschritte beim Klimaschutz" nannte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger die COP23. Der BUND kritisiert, dass die beschlossenen Regeln für die Überprüfung der nationalen Klimaschutzpläne sehr schwammig formuliert sind. Deshalb sollten sich Vorreiterstaaten dazu bekennen, noch vor der nächsten Klimakonferenz in Katowice ihre schwachen Klimaschutzpläne nachzubessern - auch und gerade Deutschland. mehr