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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

morgen will das Landeskabinett die neue Energieversorgungsstrategie für NRW beschließen. Ob damit die großen Herausforderungen der Energiewende gemeistert werden können, bleibt aber höchst zweifelhaft. So will die Landesregierung zwar offenbar bei den erneuerbaren Energien zulegen und die installierte Leistung der Wind- und Solarenergie bis 2030 gegenüber 2018 verdoppeln. Damit aber bliebe der EE-Anteil in NRW immer noch weit hinter dem Bundesdurchschnitt zurück. Und der Umstand, dass die unsachgemäßen, restriktiven Abstandsregelungen für Windenergieanlagen erhalten bleiben sollen, stellt selbst diese wenig ambitionierte Zielsetzung infrage.

Da passt es ins Bild, dass die Landesregierung in Sachen Kohleausstieg die Hände in den Schoß legt. Sie schiebt die Verantwortung allein der Bundesregierung zu. Gleichzeitig gestattet sie RWE, bis zu 50 Meter an den Hambacher Wald heranzubaggern und gefährdet damit nicht nur den Wald, sondern auch den Kohle-Kompromiss. Derweil haben bereits 20 Kommunen und Kreise in NRW auf Initiative der Klimaaktivist*innen den "Klimanotstand" ausgerufen. Nicht alle Beschlüsse sind dabei mehr als Symbolpolitik.

Der Druck der Klimabewegung ist also wichtiger denn je. Gelegenheit, sich einzubringen, gibt es viele. Die nächste ist am kommenden Freitag in Düsseldorf und andeswo. Denn die Klimakrise kennt kein Hitzefrei!


Herzliche Grüße

Dirk Jansen, Geschäftsleiter

 
Die Klimakrise kennt kein Hitzefrei

Am kommenden Freitag findet unter dem Motto „Die Klimakrise kennt kein Hitzefrei!“ die große „Fridays for Future“-Sommerdemonstration in Kooperation mit einem Bündnis aus über 25 Organisationen statt. Mit dabei ist auch der BUND. Los geht es um 13 Uhr. Startpunkte sind der Hauptbahnhof in Neuss und der Düsseldorfer Südfriedhof. mehr

Zerstörung durch die Hintertür?

Nur noch 50 Meter stehen die Braunkohlenbagger vom Hambacher Wald entfernt. Die Landesregierung und RWE halten das für unkritisch. Der BUND fürchtet hingegen eine Zerstörung der ökologischen Substanz des Hambacher Waldes durch die Hintertür. Das wäre nicht nur ein Verstoß gegen die Vorgaben des Oberverwaltungsgerichts, sondern stellte auch einen Anschlag auf den Kohle-Kompromiss dar. mehr

Grundwasserzerstörung stoppen

Bis zu 450 Millionen Kubikmeter Wasser will die RWE zukünftig pro Jahr in der Erftscholle zur Trockenhaltung des Tagebaus Hambach abpumpen. So steht es in dem Antrag auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis zur Fortsetzung der Sümpfung des Tagebaus im Zeitraum 2020 bis 2030. Dabei tut RWE so, als gäbe es den Kohleausstieg nicht. Auch verfügt der Konzern über keine rechtskräftige Genehmigung zur Fortsetzung des Tagebaus. Bis zum 6. August können bei der Bezirksregierung Arnsberg schriftliche Einwendungen vorgebracht werden. Auch der BUND erarbeitet eine solche.

Wasserwirtschaft in Dürrezeiten

Trotz der klimawandelbedingten Häufung von lang anhaltenden Trockenperioden und der damit verbundenen gravierenden Auswirkungen auf den Wasserhaushalt setzen Bergbau, Landwirtschaft und Industrie den Raubbau an unseren Wasserressourcen fort. Deshalb fordern wir, endlich Maßnahmen für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Grund- und Oberflächenwassers zu ergreifen. Einige Kernpunkte haben wir in dem neuen BUND-Hintergrund „Wasserwirtschaft in Zeiten der Dürre“ zusammen gefasst.

Klima und Dörfer retten

8.000 Menschen haben am 22. Juni gemeinsam mit uns und unseren Mitstreiter*innen von Greenpeace, campact, den Naturfreunden Deutschlands und der Initiative "Alle Dörfer bleiben" ein machtvolles Signal an Politik und RWE gesendet: Wir lassen uns nicht für die Braunkohle vertreiben! Mit dabei waren auch viele Aktivist*innen der Fridays-for-Future-Bewegung. Bilder von der Demo

 

Online-Aktion: Wald und Dörfer retten!

Nach dem Kohlekompromiss ist klar: Wald und Dörfer können nicht nur, sie müssen bleiben! Es darf nicht sein, dass die Kohlekonzerne vollendete Tatsachen schaffen. Knapp 43.000 Menschen haben schon unseren Online-Appell an die Bundes- und die Landesregierungen abgeschickt. Helfen Sie mit, die 50.000er-Marke zu erreichen und unterschreiben auch Sie unseren Appell! zum Appell 

Helfen Sie mit, dass wir unsere Klagen gegen den Tagebau Hambach und die Zwangsenteignung erfolgreich fortsetzen können!

BUND-Spendenkonto: IBAN: DE26 3702 0500 0008 2047 00, BIC: BFSWDE33XXX

 
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