Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
der Kohleausstieg kommt, und er beginnt im Rheinland. Nach dem Willen der Kohlekommission soll die Braunkohlenförderung in den Tagebauen Garzweiler und Hambach bis Ende 2022 halbiert werden. Das ergibt sich zwingend aus der empfohlenen Stilllegung von zusätzlichen 3,1 Gigawatt an Braunkohle-Kraftwerken.Damit aber ist auch klar: Kein Dorf darf mehr weiter zerstört, kein Baum im Hambacher Wald gefällt werden. Ministerpräsident Laschet ist gefordert, dass jetzt schnell umzusetzen, bevor RWE weitere Fakten schafft.
Doch was macht die Landesregierung? Sie versucht zu tricksen und spielt auf Zeit. In einem aktuellen Bericht an den Wirtschaftsausschuss des Landtags rechnet sie fälschlicherweise die Kraftwerksstilllegungen im Revier auf 2,4 GW herunter. Gespräche mit den Tagebaubetroffenen sollen erst nach Abschluss der Verhandlungen der Bundesregierung mit RWE erfolgen.
Anstatt also den Bericht der Kohlekommission ernst zu nehmen, schützen Laschet, Pinkwart und Co weiter die RWE-Interessen. Das werden wir nicht hinnehmen! Die Proteste auf der Straße sind wichtiger denn je. Die nächste Gelegenheit dafür ist der Sternmarsch "Alle Dörfer bleiben!" am 23. März.
Herzliche Grüße
Dirk Jansen, BUND NRW