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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

aktuell verhandelt das NRW-Wirtschaftsministerium mit dem Kohlekonzern RWE über den Ausstieg aus der Braunkohle bis 2030 und die Zukunft von Lützerath. Dabei ist klar: Zur Energieversorgung brauchen wir die Kohle unter Lützerath nicht. Denn im bisherigen Abbaufeld exklusive der Ortslage Lützerath liegt noch genug Kohle für viele Jahre, deutlich mehr, als zur Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels noch verbrannt werden darf. 

Von daher erwarten wir von der NRW-Landesregierung, dass bis zur Verabschiedung der angekündigten neuen Leitentscheidung keine Fakten in Bezug auf die bergbauliche Inanspruchnahme von Lützerath getroffen werden. Das heißt insbesondere, dass in 2022 nicht geräumt wird und zum 1. Januar 2023 kein neuer Hauptbetriebsplan zugelassen werden darf, der die Zerstörung von Lützerath vorsieht. Diese Forderung tragen wir  beim globalen Klimastreik von Fridays For Future am 23. September vor das Wirtschaftsministerium von Mona Neubaur in Düsseldorf.

Gleichzeitig fordern wir mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. Hier muss die Landesregierung endlich konkret werden. Gerade beim naturverträglichen Ausbau der Windenergienutzung tritt NRW auf der Stelle. Das muss sich schnell ändern.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund

Ihr Dirk Jansen, Geschäftsleiter

 
Lützerath ist unverhandelbar

Die Braunkohle unter Lützerath muss liegen bleiben! Gemeinsam mit Fridays For Future machen wir dies am 23. September beim Globalen Klimastreik in Düsseldorf mit einer Mahnwache und einer symbolischen Sitzblockade vor dem NRW-Wirtschaftsministerium (Berger Allee 25) deutlich. Die Mahnwache startet um 15 Uhr, ab 17 Uhr werden dann Tausende zur Aktion erwartet. mehr

Der Bundestag will Lützerath retten. [Foto: Dirk Jansen]
Kein zusätzlicher Bedarf

Die "CoalExit Reasearch Group" hat in einer neuen Studie untersucht, welche Auswirkung die angekündigte Reaktivierung von Kohlekraftwerken auf den Förderbedarf am Tagebau Garzweiler II hat. Fazit: Trotz Gaskrise wird die Kohle unter Lützerath nicht benötigt. Iim aktuellen Abbaubereich sind bereits deutlich höhere Kohlemengen genehmigt, als zur Sicherung der Energieversorgung notwendig sind. mehr

Windenergieanlage im Fichtenforst. [Foto: Dirk Jansen]
Windenergie im Forst

Der BUND hat jetzt die Landesregierung aufgefordert, schnell die notwendigen Grundlagen für einen naturverträglichen Ausbau der Windenergienutzung auf 2 Prozent der Landesfläche zu schaffen. Dabei müssen auch Forstflächen verstärkt in den Fokus genommen werden. Waldökosysteme dagegen müssten tabu bleiben. Hierzu haben wir Biodiversitätsstandards formuliert. mehr

Blau-grüne Infrastruktur

Der geschundenen Tagebauregion eine ökologische Zukunftsperspektive aufzuzeigen, ist eine zentrale Aufgabe. Doch anstatt die Region fit für den Klimawandel zu machen und auch dem Biotopverbund den notwendigen Raum zu geben, werden überall neue Gewerbegebiete auf der grünen Wiese geplant und wichtige Weichenstellungen verpasst. Besonders deutlich wird dies bei der Neuaufstellung des Regionalplans Köln. mehr

Strukturwandel konkret

Was kommt nach der Braunkohle? Wie sieht eine klimaneutrale und nachhaltige Zukunft des zukünftig ehemaligen Rheinischen Reviers aus? Dazu haben der BUND, der DGB, kirchliche Gruppen und andere Organisationen einen Diskussionsprozess gestartet. Als Prozessauftakt zeigen wir den Film "Hambach zwischen Wald und Gartenzaun" von Thomas Meffert und laden zur anschließenden Diskussion ein. Wann: Dienstag, 18. Oktober, 18 Uhr. Wo: Lumen Filmtheater Düren, Fritz-Erler-Straße 21, 52349 Düren. Der Eintritt ist kostenfrei. Um Anmeldung bis zum 13.10.2022 bei Barbara Obst (0241/9467120 oder barbara.obst@dgb.de) wird gebeten. mehr

Helfen Sie mit und unterstützen sie die BUND-Arbeit für einen schnellen Kohleausstieg und mehr Klimaschutz mit ihrer Spende!

BUND-Spendenkonto: IBAN: DE26 3702 0500 0008 2047 00, BIC: BFSWDE33XXX

 
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