Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
draußen nähert sich das Thermometer der 36 Grad-Marke, viele Fließgewässer in NRW sind trocken gefallen, die Wälder darben. Doch als gebe es keinen Klimawandel fressen sich die Braunkohlenbagger weiter durch die Landschaft. Die NRW-Landesregierung bereitet eine neue Leitentscheidung zur Braunkohlenpolitik vor, die vorsieht, noch mehr als 600 Millionen Tonnen Braunkohle allein aus dem Tagebau Garzweiler zu fördern. Weitere fünf Dörfer sollen dafür vernichtet werden. Und mit Datteln 4 ist sogar ein neues Kohlekraftwerk in den Regelbetrieb gegangen.
Auch wenn Corona-bedingt besonderes Verantwortungsbewusstsein gefordert ist, nimmt die Klimabewegung das nicht protestlos hin. Vielmehr steht uns ein heißer Herbst an den "Hot Spots" des Klimawandels bevor. Mit Demonstrationen und Aktionen am Tagebau Garzweiler, in Datteln und in vielen weiteren NRW-Städten werden wir das Versagen der Regierungspolitik anprangern.
Dabei ist die Solidarität aller Klimaschützer*innen erforderlich. Seit dem 19. Juli laufen zum Beispiel tagtäglich die Proteste am Tagebau Garzweiler. Im Lützerath ist eine dauerhafte Mahnwache entstanden, die der erste Anlaufpunkt für Interessierte in der Region ist. Kommen Sie vorbei und unterstützen Sie den Protest der Tagebauopfer!
Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!
Dirk Jansen, Geschäftsleiter BUND NRW