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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

"Für lebendige Gewässer" - BUND-Initiativen und Projekte

BUND-Aktion zum Weltwassertag 2016. © D. Jansen

Zahlreiche BUND-Gruppen in Nordrhein-Westfalen sind im Gewässerschutz aktiv. Dabei werden sie tatkräftig vom Wassernetz NRW unterstützt. Hier einige Beispiele:

Renaturierung der Rheinaue bei Köln-Flittard

Die Rheinaue bei Köln-Flittard ist für viele Anwohner*innen ein beliebtes Naherholungsgebiet. Bei einer Begehung stellten Aktive vom BUND Köln und vom Wassernetz NRW jedoch fest, dass der hohe Nutzungsdruck sich hier bereits negativ auf die Natur auswirkt. Verschärfend kommt hinzu, dass der Rhein an dieser Stelle den Anschluss an seine Aue weitestgehend verloren hat. Der für die auentypischen Tier- und Pflanzenarten wichtige Wechsel zwischen Überschwemmungen und Trockenphasen bleibt weitestgehend aus. In Kooperation mit Engagierten weiterer Naturschutzverbände setzt sich der BUND Köln nun aktiv für die naturnahe Entwicklung der Flittarder Rheinaue ein. Eine Machbarkeitsstudie, welche von der BUND-Gruppe erstellt wird, soll ermitteln, welche Maßnahmen für die Entwicklung der Aue notwendig und umsetzbar sind. So könnten zum Beispiel die Entwicklung von Flachwasserzonen und eine partielle extensive Beweidung der Aue zu mehr Artenreichtum verhelfen. Als Kompromiss zwischen den Ansprüchen des Natur-/Gewässerschutzes und der Freizeit- und Erholungsnutzung dieses Gebietes schlagen die Naturschutzaktiven die Aufstellung eines Besucherlenkungskonzeptes vor. Die Machbarkeitsstudie soll noch in diesem Jahr starten.

Naturschutzgebiet Rahmer Benden

Die erste Hürde zur Wiedervernässung des Niedermoores im nördlich von Düsseldorf gelegenen Naturschutzgebiet Rahmer Benden ist genommen. Als eines von wenigen Projekten nordrhein-westfälischer mweltverbände ist der BUND als Maßnahmenträger in den Plänen zum Flussgebietsmanagement vermerkt. Die aktiven Gewässerschützer*innen haben hier einiges vor:  Bis spätestens 2024 soll der bislang noch stark begradigte Dickelsbach in sein natürliches Bett zurück verlegt werden. Durch die Anbindung an seine ursprüngliche Aue erhöht sich dort der Grundwasserpegel und das Niedermoor wird wiedervernässt. Die Planung und die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Wassernetz NRW, Interessengemeinschaften aus der lokalen Bevölkerung und den zuständigen Behörden.

Ein neues Bett für die Ösper

Jahrzehntelang war die Ösper im Kreis Minden-Lübbecke in ein grades Bett eingezwängt, nun darf sie sich endlich in einigen Bereichen eigendynamisch entwickeln. Zu verdanken hat der Nebenfluss der Weser dies insbesondere der Initiative des BUND Petershagen. Die BUND-Aktiven setzten sich über viele Jahre für die Renaturierung der Ösper ein, betrieben Öffentlichkeitsarbeit und schafften es, viele Bewohner und politische Vertreter von der Notwendigkeit der Renaturierung zu überzeugen. Am 1. September 2014 begannen daraufhin die Umgestaltungsmaßnahmen. Eine Ersatzaue wurde geschaffen sowie Uferbefestigungen und Abstürze entfernt. Das eingebrachte Totholz sorgt dafür, dass sich Fische, Kleinlebewesen und Wasserpflanzen bald wieder in der Ösper wohl fühlen können. Noch in diesem Jahr ist die Renaturierung weiterer Ösper-Abschnitte geplant.

Die Flittarder Rheinaue soll wieder naturnah entwickelt werden. 

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Rahmer Benden: Der BUND plant, das ehemalige Niedermoorwieder zu vernässen.

Der BUND verhalf der Ösper zu einem neuen Bett.

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