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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Vermeidung von Vogelschlag an transparenten und spiegelnden Bauelementen

Gefördert durch die Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW (SUE NRW).

Die Stiftung für Umwelt und Entwicklung NRW ermöglicht durch ihre Förderung dem BUND NRW das Projekt "Vermeidung von Vogelschlag an transparenten und spiegelnden Bauelementen". Nach der ersten zweijährigen Projektphase seit Dezember 2014 wird das Projekt um weitere zwei Jahre bis Ende 2018 gefördert.

Dieses Projekt setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:

Monitoring

Da es zum Projektstart nur Zahlen aus den USA gab wurde ein längeres Monitoring an mehreren Gebäuden geplant. Dieses wird wurde während einer Masterarbeit in Bochum durchgeführt. Dabei wurden zehn Gebäude sowie zusätzlich Fahrgastunterstände von März bis Oktober 2016 fast täglich kontrolliert und sowohl tote Vögel als auch Vogelabdrücke aufgenommen. Als Abschluss wurden die Vogelschläge pro Quadratmeter gezählt und versucht eine Korrelation zwischen Umgebungsbedingungen und Vogelschlagquote zu eruieren.Zusätzlich werden die Glasflächen von zehn Straßenzügen (Wohnhäuser und Industrie-/Bürogebäude) auf einer Strecke von jeweils mindestens 100 m vermessen. So soll hochgerechnet werden, wie hoch die Vogelschlagzahlen an Straßenzügen sein kann.

An einem allgemeinen Monitoring kann sich unabhängig davon jeder beteiligen. Funde, sowohl von toten Vögel als auch den Abdrücken oder aufgeklebten Vogelsilhouetten (helfen nicht gegen Vogelschlag, zeigen aber Problemstellen direkt an) können über unseren Fundmelder gemeldet werden. Auf unsere Fundkarte werden diese aufgelistet. Bei vermehrten Vorkommen von Vogelschlag an einem Gebäude werden Inhaber von uns kontaktiert, informiert und gemeinsam eine Lösung erarbeitet.Aber natürlich werden auch positive Beispiel aufgelistet.

Ansprache Fachpublikum und Politik

Um "Entscheider und Eigentümer" zu informieren und zu überzeugen werden, neben der individuellen Beratung, Fortbildungsveranstaltungen für Fachpublikum, wie Architekten, Vertreter von Bau- und Umweltbehörden, Naturschutzverbänden angeboten.
Der Schwerpunkt während der zweiten Projektlaufzeit liegt dabei besonders auf den Baubehörden, die unterstützt von den Unteren Landschaftsbehörden, die vogelfreundliche Bauweise einfordern müssen.

Hochschulen für Architektur und verwandte Studiengänge werden dabei mit einbezogen.
In ganz NRW werden Vorträge zum Thema gehalten und können von Interessierten angefragt werden.
An der Hochschule Rhein Waal wurde bereits zum Wintersemester 2016/2017 ein interdisiplinäres Projekt zum Thema "Bird collisions on glass" ins Leben gerufen werden.
Zusätzlich sollen Architekten und Behörden besonders durch Publikationen in Fachzeitschriften angesprochen werden.

Als politischen Baustein wird versucht das vogelfreundliche Bauen in die Landesbauordnung mit einfließen zu lassen. Diese Arbeit wird vom BUND Landesarbeitskreis Naturschutz umgesetzt.

Verstetigung im BUND und anderen Verbänden

Um das Thema auch langfristig zu etablieren ist ein wichtiger Baustein die Beratung, der Erfahrungsaustausch und Aufbau eines Netzwerkes innerhalb des BUND NRW. Die Ehrenamtlichen in unseren Orts- und Kreisgruppen werden geschult und in ihrer Arbeit zum Thema unterstützt. Nur so ist die flächendeckende Arbeit in NRW möglich. Dabei entscheiden die Aktiven vor Ort in welcher Form die das Projekt und somit die Vermeidung von Vogelschlag unterstützen: Mit Monitorings, Stellungnahmen, persönlichen Gespächen mit Behördenvertretern oder Architekten sowie der Organisation von Vorträgen, Infoständen oder weiterer Öffentlichkeitsarbeit.

Des Weiteren werden im zweiten Projektteil vermehrt andere Natur- und Tierschutzvereine mit einbezogen und unterstützt.

Allgemeine Öffentlichkeitsarbeit

Zusätzlich zu allen Bausteinen spielt die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Rolle um Bevölkerung über der Problematik zu informieren. Dazu gehören die regelmäßige Pressearbeit, Vorträge und Infostände sowie Exkursionen und Infoveranstaltungen an Schulen, wie sie unter vergangene Termine nachlesen können.

Alle Informationen zu unserem Projekt und der Thematik finden Sie auf dieser Homepage sowie unserer Facebookseite und bei Twitter.

Oder abonnieren Sie den Vogelschlag-Newsletter und lassen sich so regelmäßig über das Projekt informieren.

Kontakt

Dr. Judith Förster


E-Mail schreiben Tel.: 0211 / 30 2005 - 10

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