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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Gemeinsam Glyphosat stoppen!

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat gestartet.

Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und ein sogenanntes Totalherbizid. Bekannt ist es vor allem unter dem Markennamen ‚Roundup‘, ein Produkt von Monsanto. Es wird auf fast 40 Prozent der deutschen Äcker eingesetzt und ist laut Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation wahrscheinlich krebserregend. Der Einsatz von Glyphosat trägt somit maßgeblich zum Artensterben in unserer Agrarlandschaft bei.

Im Jahr 2016 konnte durch großen gemeinsamen Protest vorerst verhindert werden, dass die EU-Kommission Glyphosat wie geplant für weitere 15 Jahre wiederzulässt:  Auch nach mehreren Anläufen kam unter den EU-Mitgliedstaaten die notwendige Mehrheit nicht zustande. Deutschland hatte sich wegen der Uneinigkeit hierüber innerhalb der Bundesregierung enthalten. Am Ende sprach die EU-Kommission eine Verlängerung für 18 Monate aus. Derzeit überprüft die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) das Pflanzengift erneut auf seine Krebsgefahr. Doch die Chemieindustrie lobbyiert massiv und setzt alles daran, Glyphosat auf dem Markt zu behalten. Spätestens Ende 2017 steht dieses Thema in Berlin und Brüssel wieder auf der Tagesordnung.

1 Mio Unterschriften: Umweltschützer*innen in ganz Europa möchten starkes Zeichen setzen

Der BUND hat sich mit rd. 100 Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheitsorganisationen aus Europa zusammengeschlossen, um gemeinsam mindestens eine Million Unterschriften für eine Europäische Bürgerinitiative zu sammeln. Das ist ein starkes Signal an Politik und Wirtschaft, sich von Roundup und Co zu verabschieden, und ebenso für ein Miteinander und die Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Zivilgesellschaft.

Unsere Forderungen

Mit der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) fordern wir ein Verbot von Glyphosat und EU-weite Maßnahmen zum Schutz der Menschen und der Umwelt vor giftigen Pestiziden.

Im Einzelnen fordern wir die Europäische Kommission dazu auf, die EU-Mitgliedsstaaten zu ersuchen:

  • Glyphosathaltige Herbizide zu verbieten, da sie in direktem Zusammenhang mit Krebserkrankungen beim Menschen stehen und die Ökosysteme schädigen
  • Sicherzustellen, dass die für die offizielle Genehmigung innerhalb der EU notwendige, wissenschaftliche Beurteilung von Pestiziden ausschließlich auf publizierten Studien basiert, welche von zuständigen Behörden in Auftrag gegeben wurden und nicht von der Pestizidindustrie.
  • EU-weite, obligatorische Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festzulegen, um das mittelfristige Ziel einer pestizidfreien Zukunft zu erreichen.

Hier gegen Glyphosat unterzeichnen

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI): Wie funktioniert sie? Wer kann mitmachen?

Mit einer Europäischen Bürgerinitiative können europäische Bürger*innen die EU-Kommission auffordern, eine Änderung von europäischem Recht vorzunehmen. Eine EBI unterscheidet sich von einer normalen Petition: Die EU-Kommission kann hierüber verpflichtet werden, unsere Forderungen als Bürger*innen zu prüfen. Um erfolgreich zu sein, muss eine EBI über 1 Million gültige Unterschriften in der gesamten Europäischen Union erreichen. Darüber hinaus muss eine Mindestzahl von Unterschriften in mindestens sieben EU-Mitgliedstaaten erreicht werden. Teilnehmen können alle EU-Bürger*innen die alt genug sind, um das Europäische Parlament zu wählen. In Deutschland liegt das Mindestalter für die Beteiligung an der EBI bei 18 Jahren.

Das EBI-Formular ist zweistufig und es ist wichtig, dass Sie beide Seiten ausfüllen und absenden. Erst dann zählt Ihre Stimme! Selbstverständlich werden Ihre Daten dabei über eine sichere Verbindung übermittelt.

 

EBI gegen Glyphosat unterschreiben

 

Datenschutz und -sicherheit

Anders als bei einer Petition gelten bei der EBI an die strengen Vorgaben der Europäischen Kommission und müssen wir etwas mehr Informationen abfragen. Diese werden allein dafür verwendet, zu überprüfen, ob der/die Teilnehmer*in tatsächlich EU-Bürger*in ist und das Mindestalter erreicht hat.

Die Daten werden zunächst verschlüsselt, über eine sichere Verbindung übermittelt und vorübergehend auf einem sicheren Server in Deutschland gespeichert. Sobald genügend Unterschriften in Deutschland gesammelt worden sind, werden sie an die Bundesregierung übergeben, die im Auftrag der EU-Kommission die Unterschriften überprüft.

Der BUND arbeitet dafür mit WeMove zusammen, die die Datensammlung für die EBI gegen Glyphosat organisiert. Weder der BUND noch WeMove nutzen diese zusätzlichen Daten, die Sie bereitgestellt haben, für andere Zwecke als für diese EBI. Sobald die EBI beendet ist, werden die Daten, die nur für den Zweck der EBI gesammelt wurden, gelöscht. WeMove wurde für die Datensicherung und -sammlung nach den Anforderungen der Europäischen Union zertifiziert.

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