Am 2. März hat die RWE Power AG mit dem Bau der 45 Kilometer langen Rheinwassertransportleitung begonnen. Damit sollen nach dem Ende der Braunkohlenförderung die Tagebaue Hambach und Garzweiler künstlich befüllt werden. Die Pipeline soll auch die zur Trockenlegung der Braunkohlengruben entleerten Grundwasserkörper beschleunigt auffüllen und Ersatzwasser für die grundwasserabhängigen Feuchtgebiete liefern. Jährlich bis zu 340 Millionen Kubikmeter Rheinwasser sollen dazu jahrzehntelang aus dem Rhein entnommen werden.
Ende Januar hat das Land NRW dafür die notwendige Zulassung erteilt; der Bescheid umfasst 1.255 Seiten. Doch trotzdem bleiben viele Fragen offen.
Ist das Projekt tatsächlich alternativlos? Was sind die ökologischen Folgen für den Rhein? Welche Belastungen kommen auf die Anwohner*innen durch die gigantische Baustelle zu? Muss RWE für die Wasserentnahme zahlen und wer haftet für die Langzeitfolgen? Und nicht zuletzt: Ist das Rheinwasser überhaupt wegen seiner hohen Schadstoffbelastung zur Befüllung künftiger Freizeitseen geeignet?
Dirk Jansen vom BUND und Andreas Büttgen von den “Buirer für Buir” gehen diesen Fragen nach und diskutieren die zu erwartenden Herausforderungen für die Anwohner*innen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.