Mit der vorzeitigen Beendigung des Braunkohlenabbaus im Tagebau Garzweiler und den neuen Vorgaben der 5. Leitentscheidung der Landesregierung Nordrhein-Westfalens wurde die Änderung des Braunkohlenplans aus dem Jahr 1995 notwendig. Der neue Braunkohlenplan legt die Grundzüge der Oberflächengestaltung und Wiedernutzbarmachung einschließlich der im Rahmen der Rekultivierung angestrebten Landschaftsentwicklung fest.
Was sich so nüchtern anhört, ist von entscheidender Bedeutung. Denn mit dem neuen Plan werden die Weichen für die Zukunftsgestaltung der gesamten Region gelegt. Wie soll der Restsee gestaltet werden? Wieviel Natur lassen wir zu? Wie wird sich der Wasserhaushalt entwickeln? Zu all diesen Fragen soll der Braunkohlenplan Ziele definieren und raumordnerische Festlegungen treffen.
Der Braunkohlenausschuss hatte einen Planentwurf erarbeitet, zu dem der BUND Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eine Stellungnahme eingereicht hat. Darin hat der Verband wesentliche Defizite beschrieben, die eine Überarbeitung des Entwurfs nahelegen. Derzeit erarbeitet die Regionalplanungsbehörde die Abwägungsvorschläge zu allen eingereichten Stellungnahmen. Letztlich muss der Braunkohlenausschuss darüber entscheiden, ehe die Landesplanungsbehörde den geänderten Braunkohlenplan genehmigt.
Im Rahmen der Veranstaltung stellt der BUND seine zentralen Kritikpunkte vor und stellt sie zur Diskussion.
Referenten:
- Henning Walther, BUND-Landesvorstand/Vertreter der Naturschutzverbände im Braunkohlenausschuss
- Dirk Jansen, BUND-Landesbeauftragter für das Rheinische Revier
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