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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

„Aktionsbündnis Saubere Luft für Düsseldorf - Verkehrswende jetzt“ gegründet

04. Juli 2018 | Mobilität, Saubere Luft

Verbände fordern Abkehr von der autogerechten Stadt / Aktionstag geplant

Jost Schmiedel (VCD), Lerke Tyra (ADFC) und Dirk Jansen (BUND) fordern "Saubere Luft für Düsseldorf". [Foto: Georg Wagenknecht]

Die Düsseldorfer Umwelt- und Verkehrsverbände Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Verkehrsclub Deutschland (VCD)  fordern die Verantwortlichen in Stadt und Bezirksregierung auf, endlich den Rechtsanspruch der Bürgerinnen und Bürger auf saubere Luft durchzusetzen und schnell einen wirksamen Luftreinhalteplan aufzustellen. Um ihrer Forderung nach einem konsequenten Handeln Nachdruck zu verleihen, haben sich die Verbände jetzt zu einem „Aktionsbündnis Saubere Luft für Düsseldorf - Verkehrswende jetzt“ zusammen geschlossen. Für den 31. August 2018 ist ein Aktionstag geplant.

„Fast  zehn Jahre nach Inkrafttreten der Grenzwerte für Stickstoffdioxid werden wir Düsseldorfer noch immer unzulässig hohen Schadstoffmengen ausgesetzt“, sagte BUND-Sprecher Dirk Jansen. „Das Schwarze Peter-Spiel zwischen Kommune, Bezirksregierung Düsseldorf, Land NRW und Bundesregierung muss endlich aufhören. Wir brauchen eine schnelle Verkehrswende, um die Lebensqualität in der Stadt zu erhalten. Doch trotz der viel beschworenen Abkehr vom Leitbild der autogerechten Stadt ist ein ernsthaftes Umsteuern bislang nicht in Sicht.“

Leidtragende dieses Politikversagens seien nicht nur die Einwohner Düsseldorfs, sondern auch die vielen Tausend Pendler, die tagtäglich unter verstopften Straßen litten und letztendlich jetzt Fahrverboten entgegensehen würden. BUND-Aktivist Jansen hält Fahrbeschränkungen für Diesel-PKW für unabwendbar, weil es die Behörden versäumt hätten, rechtzeitig andere schnell wirkende Maßnahmen auf den Weg zu bringen.

Dabei liegen nach Ansicht des Aktionsbündnis‘  alle Maßnahmen für eine umweltfreundliche Mobilität auf dem Tisch, sie müssten nur umgesetzt  werden.  „Wir  fordern konsequentes Handeln, um mehr Menschen davon zu überzeugen, dass es für sie, ihre Nachkommen und andere besser ist, wenn sie umweltverträglichere Verkehrsmittel nutzen“, ist Jost Schmiedel vom VCD überzeugt. „Wenn die Bedingungen für den Radverkehr verbessert, Kapazität und Zuverlässigkeit im ÖPNV erhöht und Verbindungsdefizite reduziert werden, können viel mehr Menschen auch persönlich von den Vorteilen dieser Verkehrsmittel profitieren.“ Klar müsse aber auch sein, dass dies nicht funktionieren könne, ohne eine Umverteilung des knappen Platzes im Straßenraum zu Lasten des fließenden und ruhenden Autoverkehrs.

 „Stau, Lärm, Abgase und teils lebensgefährliche Situationen sind für alle eine unerträgliche und vermeidbare Zumutung. Wir wollen das nicht länger hinnehmen. Dabei darf es keine Tabus geben“, sagte ADFC-Sprecherin Lerke Tyra. „Das schließt auch den Rückbau der Einfallstraßen zugunsten breiter Rad- und Fußwege und eine innerstädtische Regelgeschwindigkeit von Tempo 30 mit ein.“ Der Rückbau von Parkplatzflächen für breite Rad- und Fußwege und die konsequente Überwachung und Räumung dieser Wege seien weitere wirksame Maßnahmen.

Das Aktionsbündnis kündigte an, sich weiterhin kritisch-konstruktiv  in den Prozess zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans Düsseldorf einbringen zu wollen. Gleichzeitig kündigten die Verkehrswende-Aktivisten einen Aktionstag für den 31. August an. Mit diesem soll ihren Forderungen Nachdruck verliehen und die Politik zum schnellen Handeln aufgefordert werden.

 

 

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