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BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen

Nachlese: Biber-Botschafter-Schulung im NaturGut Ophoven, Leverkusen

07. September 2017 | Biber

Am 28. August 2017 fand im NaturGut Ophoven in Leverkusen eine Biber-Botschafter-/Multiplikatoren-Schulung statt, unter der Leitung von Maria Hinz von der Biologischen Station Düren.

Die TeilnehmerInnen als Schulklasse auf auswärtiger Exkursion, auf dem Gelände des NaturGutes Ophoven

Worum ging es? Angesichts der Tatsache, dass sich der Biber auch in Nordrhein-Westfalen gerade seit den den letzten Jahren verstärkt ausbreitet und uraltes Territorium zurückgewinnt, ergibt sich die Aufgabe, die Akzeptanz für seine Rückkehr in der Bevölkerung zu stärken, Unsicherheiten und Befürchtungen bezüglich Schäden zu begegnen, also: NRW auf den Biber vorzubereiten, angefangen bei den jüngeren NRW-Bewohnern, Kindern bzw. Schülern. Darauf lag jedenfalls der Fokus auf dieser Fortbildung von Maria Hinz, wie man Kindern, im Rahmen einer Schulklasse oder Kindergarten-Gruppe, im Rahmen eines Projekt-Tages, oder Exkursion, oder Ausfluges, den Biber als Tier unserer Heimat vorstellen kann, und welchen wertvollen Beitrag er für uns und unsere Umwelt leisten kann – wenn man ihn lässt.

Im ersten Teil der Fortbildung ging es dann auch zunächst mal um die Biber-Basics: Wie kann man ihn erkennen, im Unterschied zum oft verwechselten Nutria oder der Bisamratte, wie lebt er, und welche (positiven!) Auswirkungen sein Dasein auf die Vielfalt unserer Naturlandschaft hat, Stichwort Biberteiche. Für manche der Teilnehmer*innen war es das erste Mal, dass sie einen Biberpelz betasten und am Bibergeil riechen konnten, diejenigen Körperteile des Bibers, welche ihn bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts durch systematisch-unbarmherzige Bejagung an den Rand der Ausrottung gebracht hatten – und das eine Tierart, die auf der gesamten nördlichen Erdhälfte flächendeckend verbreitet war.

Im zweiten Teil ging es dann um konkrete pädagogische Maßnahmen, wie man Kindern spielerisch vor Augen führen kann, wie er es z.B.  wohl schafft, mit seinem Werkzeug (Zähne) in nur einer Nacht einen armdicken Baum zu fällen. Wir wurden also zu einer Schulklasse auf Ausflug, bekamen menschliches Werkzeug zugeteilt (Hammer, Zange, Säge, Feile) und wurden vor die Aufgabe gestellt, in Gruppen zu überlegen und auszuprobieren, mit welchem Werkzeug man wohl am besten einen Stock bearbeiten kann, wie es ein Biber tut. Ergebnis: wird nicht verraten…

Am Ende dieses sonnigen Tages auf Ophoven, für dessen Erkundung des weitflächigen Areals leider keine Zeit blieb, waren wir auf jeden Fall alle schlauer. Was nicht abschließend geklärt werden konnte: Wie es um den Leverkusener Biber steht, welcher sich spätestens seit Anfang diesen Jahres ganz offensichtlich bemerkbar macht, durch Baumfällungen, ob es mehr als einer ist und was man für die nahe Zukunft erwarten kann, und ob es eine Verbindung zu den Wupper-Bibern gibt oder geben wird. Aber das war auch nicht das Kernthema dieser Fortbildung, dazu mehr, sobald es neue Erkenntnisse dazu gibt.

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